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Erst Minarette und jetzt 'Killerspiele' - die Schweiz im Verbotswahn

.ram 19. March 2010

Quelle:

Golem / Gamesmarkt.de

Erst Minarette und jetzt 'Killerspiele'  - die Schweiz im Verbotswahn

Demnächst wird auch die Schweiz kein Ort mehr für freien Handel mit Videospielen sein. Denn jetzt wurde ein Verbot von \"Killerspielen\" (dabei orientiert man sich am äußerst führsorglichen Nachbarn Deutschland) quasi beschlossen. Zwei Motionen (parlamentarischer Vorstöße) wurden jetzt im Ständerat gebilligt.

Die Erste lautet:

\"Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine gesetzliche Grundlage vorzulegen, die es erlaubt, die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, den Verkauf und die Weitergabe von Spielprogrammen zu verbieten, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen.\"

Und die Zweite:

\"Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Botschaft zu unterbreiten, um den Verkauf von gewaltbeinhaltenden Killerspielen (sogenannten Ego-Shootern gemäss Rating 16+/18+ der Pan Europäischen Game Information) an Kinder und Jugendliche zu verbieten bzw. zu unterbinden.\"

Die Videospieleindustrie ist übrigens den Parlamentarien entgegen gekommen, um eine gesetzliche Verschärfung zu verhindern. Genützt hat es dennoch nichts, wie sich nun zeigt. Wie sich die ganze Sache weiter entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Gegen ein Verkaufsverbot von Erwachsenenspielen an Minderjährige (gemäß den PEGI Einstufungen) ist sicherlich nichts einzuwenden. Schlimmer wird die Sache dann schon, wenn umfassende Verbote ausgesprochen werden, oder man nur noch eingeschränkt über solche Titel berichten darf.

As \"schweizerische\" Website betrifft uns das übrigens auch, denn wenn wieder selbst ernannte Jugendwächter mit Anwälten drohen, dürfte uns ein erneuter Server-Umzug bevorstehen (vielleicht nach Russland?).

Wir danken unserem Leser bazz0r für die Einsendung dieser News.