Es wird immer skurriler, nachdem bereits diverse Innenminister ein „Herstellungs- und Verbreitungsverbot“ für Videospiele gefordert haben, ist die Bayrische Kommission für Jugendschutz der Landesmedienanstalten jetzt auf die schöne Idee gekommen Indizierungsanträge für ausländische Videospielläden zu stellen. Aktuell betroffen ist der Onlinestore gameware.at. Hier ein Zitat von ihrer Seite:
„die bayerische KJM will uns indizieren lassen: die Kommission für Jugendschutz der Landesmedienanstalten hat der BPjM einen Antrag gesendet uns indizieren zu lassen, soll heissen, in Deutschland wäre dann die Nennung des Names Gameware verboten. Begründung: durch unsere Website (die dort offensichtlich niemand genau angeschaut hat, wo um alles in der Welt laufen dort \"Gewaltvideos\") droht eine \"sozial-ethische Desorientierung\", \"Verrohung Heranwachsender\" und \"nachhaltiger Empathieverlust\". Unsere Spiele lassen ausser dem Töten aller Gegner keinerlei Spielziele erkennen usw ... (ps: auf der Front sind u.a. Anno 1404, Aion, Divinity 2 beworben).
Uns kanns eigentlich wurscht sein, aber wenn ich in Deutschland leben würde, langsam könnte ich Angst kriegen. Wenn die BPjM anfängt weltweit das Internet zu indizieren fehlt nicht viel und die Provider müssen die indizierten Seiten sperren, heisst, man wäre dann in Deutschland eingeschlossen (die Chinesen machens grad vor). Und wer weiss, wann andere Politiker sich bemüssigt fühlen dem deutschen Beispiel zu folgen.“
Bisher ist noch nix entschieden. Aber allein der Antrag und das Signal welches dadurch gesetzt wird ist eine Frechheit. Sollten sie damit durchkommen darf man sich auf weitere Anträge dieser Art freuen. Und da meckere nochmal einer über China.
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