Wir alle kennen es. Sobald ein Jugendlicher eine erschütternde Gewalttat verübt, sind sofort Computerspiele dran schuld. Nicht zuletzt nach Winnenden steht das Hobby vieler Jugendlichen wieder im Fadenkreuz. Dass der Täter diesmal so gar nicht der typische Zockertyp war, hat auch keinen interessiert. Wieso auch? Dass der Großteil der Amokläufe in den USA passiert und dort der Anteil aktiver Zocker an den Amokläufern nicht so groß ist, hat ja auch nie jemanden interessiert.
Doch jetzt holen die Innenminister zum Schlag aus. Sie wollen sich dafür einsetzen, dass der Bundstag noch in dieser Legislaturperiode ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot für gewalthaltige Computerspiele beschließt. Gut, gefordert wurde ja ständig. Aber ich befürchte diesmal könnten sie das wirklich ernst meinen. Immerhin spüren die sicher Rückenwind, nachdem das Intel Friday Night Game zuerst in Stuttgart, dann in Nürnberg und Karlsruhe ins Gras beißen musste.
Wer die Logik dahinter verstehen will, kann sich ja mal das Interview mit dem bayrischen Innenminister Joachim Herrmann bei gulli durchlesen. Seine Söhne spielen ja keine Computerspiele, die spielen Fußball, wie es sich für echte deutsche Jungs gehört. Und natürlich senken Computerspiele die Tötungshemmung. Dazu zitiere ich einfach mal einen Comment von Welt-Online:
jetzt reicht es! ich (19) trete der piratenpatei bei! ich spiele solche “killerspiele” seit ich 11 bin und bis heute habe ich noch niemanden verprügelt!
Deswegen:
Dieser Text wurde uns mit freundlicher Genehmigung von Herrn Andreas Popp bereit gestellt. Bitte beachtet das es sich hierbei um eine reine Information handelt, und nicht zwangsweise die Meinung aller Onpsx Mitglieder widerspiegelt.