PSP

Sony zeigt Prozessor für die PlayStation Portable

unknown 24. August 2004

Sony zeigt Prozessor für die PlayStation Portable
SONY enthüllte auf dem Halbleiterkongress Hotchips an der Stanford-University am heutigen Dienstag Details zur Chip-Plattform der PlayStation Portable. Für den kommenden Handheld hat SONY drei Prozessoreinheiten mit 4 MByte Embedded-DRAM (eDRAM)auf einem Baustein kombiniert. Die Central Processing Unit (kurz: CPU) besteht aus einem 32-bittigen R4000-Kern (MIPS) sowie je einer Gleitkomma- und Vektoreinheit. Gesteuert von diesem MIPS-Kern sorgt eine dreidemensionale Grafik-Engine, bestückt mit 2 MByte eDRAM, als Videospeicher für die Spielverarbeitung. Die Titel sollen auf einem 4,3-Zoll flachen 16:9-Display in einer Auflösung von 480 × 272 Punkten dargestellt werden.

Die PSP soll außer Spielen auch als portabler Musik- und Videoplayer dienen. Dafür wurde extra ein separater Mediaprozessor integriert: ebenfalls ein Mips-R4000-Core mit einer zusätzlichen rekonfigurierbaren Virtual Mobile Engine für Audio- und Videodekodierung sowie einem Hardwarebeschleuniger für das Videokompressionsformat H.264 (MPEG-4 Part 10). Wie die Haupt-CPU ist der Takt des Mediachips von 1 bis 333 MHz regelbar. Er verfügt über die restlichen 2 MByte eDRAM, dessen Bus mit der halben CPU-Frequenz (also maximal 166 MHz) taktet.

Ein eigens konstruierter UMD-Controller holt über einen externen Bus die Spielsoftware von der Universal Media Disc, einem neuen, von Sony entwickelten proprietären optischen Speicher. Die UMD ist zirka halb so groß wie eine DVD und fasst 1,8 GByte. Außerdem sind Anschlüsse für USB 2.0 und Memory-Stick-Flash-Speicher vorgesehen. Desweiteren ist an diesen externen Bus eine nicht näher beschriebene Security-Einheit als Kopierschutz für Spiele und AV-Dateien gekoppelt.

Der ganze Chip enthält 6 Millionen Transistoren und wird in einem 90-nm-Prozess in SONYs Fabrik in Nagasaki hergestellt. Die Kernspannung soll zwischen 0,8 und 1,2 Volt betragen, den Stromverbrauch gibt Sony mit unter 500 Milliwatt für eine H.264-Dekodierung an.

Quelle: heise.de