Phantom Quest Corporation

14. September 2005

Ihr steht auf kurzweilige und lockerflockige Anime Unterhaltung? SPVision bedient sich ja fröhlich an den alten Pioneer Archiven und legt nun auch „Phantom Quest Corporation“ neu auf. Die Serie ist zwar schon älter, doch sie bietet eine nette Mischung aus Slapstick, Horror und Action.

Originaltitel: You-Gen-Kai-Sya
Regie: Kôichi Chigira (1), Asaka Moio (2, 4), Takuji Endo (3)
Laufzeit: 116
FSK: 16
Sprachen: Deutsch, Japanisch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Ton: DD 5.1 (Deutsch), DD2.0 (Japanisch, Englisch)
Regionalcode: 2
Bildformat: 4:3 (Originalformat)
TV-Norm: PAL
Produktion: 1994
Erschienen: 2005
Vertrieb: SPV
Preis: 20€


Story:
„Die schnuckelige Ayaka Kisaragi ist die Chefin der kleiner Firma Phantom Quest Corporation, welche ganz besondere Dienstleistungen anbietet. Sie hat sich darauf spezialisiert Dämonen zu vertreiben, was sie eigentlich auch recht gut kann. Unterstützt wird sie dabei von dem befreundeten Cop Karino, ihrem kleinen Helfer Mamuro und ein paar Freiwilligen Mithelfern mit mystischen Kräften. Da sie in ihrem Job ziemlich gut ist, zieht sie auch viele lukrative Aufträge an Land. Doch hat sie mit den üblichen Problemen einer Frau zu kämpfen. Sie kann einfach nicht mit Geld umgehen und schmeißt es nur so raus. Nebenbei trinkt sie gern mal einen zuviel und ist ein ziemlicher Morgenmuffel.


In der ersten Folge wartet auch gleich ein besonders Kaliber auf Ayaka. Dracula höchstpersönlich macht Tokyo unsicher, doch Ayaka kommt ihm schnell auf die Schliche...denkt man zumindest am Anfang. Letztendlich gibt es aber eine Verwechslung, doch nachdem sich die Sache aufgeklärt hat, kommt Ayaka doch noch auf der richtigen Spur und stellt Dracula auf dem Tokyo Tower...

In der zweiten Folge bekommt es Ayaka mit einem geldgierigen Arzt zu tun, der mit einem Dämonen ein teuflisches Abkommen getroffen hat. So bedient sich der Doc einfach an den Organen der Patienten, um diese zu verscherbeln. Damit die Sache jedoch nicht auffliegt, lässt der Dämon die Operationsnarben verschwinden. Natürlich macht er das nicht völlig uneigennützig. Denn als Gegenleistung bekommt der Dämon nämlich die Seelen der Opfer.



In der nächsten Episode steht eine der größten Ausstellung zum Thema Pyramiden an. Leider mit einem tragischen Hintergrund. So ist der Finder Higashi Narita in der Sahara verschollen, doch seine Freundin Natsuki will seinen Traum von der Ausstellung trotzdem verwirklichen. Leider ist der Museumschef ein ziemliches Ekel und legt Natsuki viele Steine in den Weg. Zuletzt macht er ihr sogar das Angebot die Ausstellung zu eröffnen, unter der Bedingung das Natsuki mit dem Chef schlafen muss. Doch der verschollene Higashi Narita will das natürlich nicht zulassen und spukt ordentlich herum.

Im Abschluss der Serie bekommt Ayaka mächtig Konkurrenz in Form von Buddhistischen Mönchen. Diese sind immer einen Schritt schneller und kassieren demzufolge auch die Kohle. Das bringt Ayaka natürlich in arge Bedrängnis! Natürlich sind die Mönche letztendlich nicht das, für was sie sich ausgeben und der Showdown lässt nicht lange auf sich warten...“


Storytechnisch bekommt man nichts wirklich neues serviert und alle Folgen laufen zudem nach dem gleichen Schema ab. So gibt es immer die gleiche Anfangsequenz wo Ayaka von Mamuro unsanft geweckt wird. Dann werden die üblichen Geldprobleme diskutiert und nach dem Showdown kommen sie in Sachen Geld nie auf einen grünen Zweig. Leider ist der Gruselfaktor in den einzelnen Episoden ziemlich gering, doch im Gegenzug flüssig und kurzweilig erzählt. So einen rechten Zusammenhang haben die einzelne Episoden leider ebenfalls nicht, doch so kann man sie sich auch mal einzeln anschauen. In Sachen Animationen hat Madhouse aber gutes abgeliefert, wenn man bedenkt wie alt die Serie ist. So gibt es relativ wenige Standbilder und die Figuren sehen alle schön unterschiedlich aus. Die Monster sind auch recht gut gezeichnet. Die Hintergründe können da jedoch nicht ganz mithalten und sind mir etwas zu undetailliert.

Bild:
In hellen Szenen ist das Bild recht gut und scharf, doch in dunklen Szenen weis es durch rauschen nicht mehr so zu überzeugen. Vom Nachziehen der Animationen bleibt der Anime Freund zum größten Teil verschont.

Ton:
Die deutsche Syncro ist recht hörbar, aber wie meistens nicht wirklich überragend. Musikalisch gibt es den Originalsoundtrack, welcher zwar auch nicht überragend ist, doch auch nicht nervt. Der Openingsong gefiel mir hier recht gut.

Bonus:
Viel hat es nicht auf die DVD geschafft, aber die Serie ist nun auch schon etwas älter. So kann man sich einen Musikclip anschauen oder sich das Opening und Ending ohne störende Credits zur Gemüte führen. Als letztes gibt es noch einige DVD Trailer und ein kleines Einlegeblatt.


FAZIT:
Letztendlich ist „Phantom Quest Corporation“ kurzweilige Horror/Comedy Kost mit ein bisschen Erotik für zwischendurch ohne das sie einem lange im Gedächtnis bleibt. So sind die Geschichten leider alle ziemlich gleich aufgebaut und Überraschungen sucht man vergebens. Gut unterhalten wird man aber trotzdem und die Animationen von Madhouse sind auch nach über 10 Jahren noch ansehnlich. So kann die Hauptdarstellerin viel retten, da sie sehr selbstironisch in Szene gesetzt wurde und man herzlich über sie lachen kann. Wer die DVD mal billig sieht, kann zugreifen.

Bild - 6/10
Ton – 6,5/10
Bonus - 3/10
Film - 6/10


[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von SPVision zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]