Die Truman Show

17. October 2004

Die Truman Show

Bis 1998 kannten wir Jim Carrey immer nur als grimassenschneidenden und lustigen Comedystar. Richtige Charakterrollen gehörten bis dato nicht wirklich zum typischen Filmrollenrepertoire eines Jim Carrey, doch mit Peter Weirs (der auch schon das Drama „Club der toten Dichter“ drehte) „Truman Show“ zeigte er, anno 1998, eine komplett neue Seite von sich. In dem Blockbuster präsentierte er erstmals einen Charakter, der zu mehr als nur zum Rumblödeln im Stande war. Kritiker und Fans waren gleichermaßen begeistert. Um so verwunderlicher war es später dann auch, dass Jim Carrey nicht einmal den Oscar für diese Rolle ergattern konnte. So überrascht es auch nicht, dass der Hollywoodstar seitdem die Oscar Veranstaltung meidet. Auch Jahre später schaffte er es nicht mit seinem famosen Drama „Moonman“ die Jury zu überzeugen. Es bleibt also abzuwarten, ob Jim Carrey jemals von der Academy ausgezeichnet wird und endlich die schon längst verdiente Trophäe in den Händen halten darf...



     


Story:

Wir leben in Zeiten von Reality Shows, wie Big Brother und Konsorten. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass diese Thematik auch ein Mal in einem Kinostreifen verwendet wird. So könnte man „Die Truman Show“ eigentlich auch als die Mutter aller Reality Shows bezeichnen. In der Rolle des Truman Burbank spielt Jim Carrey einen Allerweltsmann, der bereits seit seiner Geburt an in einer einzigen Reality Show lebt. Alles um ihn herum ist künstlich und geplant. So befindet sich zum Beispiel Trumans Heimatstadt Seaheaven unter einer riesigen Kuppel mitten in Los Angeles. Es handelt sich dabei um das größte Studio der Welt. Die Macher der Show haben keine Kosten und Mühen gescheut, um eine komplette Stadt mit tausenden von Kameras zu errichten. Hinzu kommt noch, dass sämtliche Bewohner Seaheavens, außer natürlich Truman selbst, einfache Schauspieler sind, die eigentlich nur Statisten darstellen. Jedoch droht das gesamte Projekt langsam zu scheitern. So häufen sich immer mehr Unfälle, die auch Truman stutzig machen. Wird er sich aus der Scharade befreien können oder bleibt er weiter der Lieblingsserienschauspieler der ganzen Welt?



    



BILD: (8/10)

Die Bildqualität ist trotz des hohen Alters der DVD überdurchschnittlich gut. Jedoch merkt man dem Bild schon eine gewisse Unschärfe an, die aber leicht zu verkraften ist und nicht weiter stört.

SOUND: (10/10)

Sauber und klar. Mehr gibt es wirklich nicht zu sagen! Außerdem passt die Musikuntermalung stets zum Film und überzeugt vollkommen.

EXTRAS: (1/10)

Hier gibt\'s die Note Ungenügend! Und das verdientermaßen. Ganze 2 Trailer befinden sich in der Extrasektion der DVD und da hätte wirklich mehr drin sein können. Wo sind die Interviews? Wo ist das Making Of? Wo sind die Outtakes? Fragt man sich. Das sind alles Sachen, die man bei einem Film solchen Kalibers gerne gesehen hätte. Insbesondere, wenn sich auch noch um einen Jim Carrey Streifen handelt.

FAZIT: (8/10)

„Die Truman Show“ ist ein wahrer Filmgenuss. Allein schon durch Jim Carreys fantastische tragikkomödiantische Vorstellung bekommt der Film ein unglaublich hohes Niveau. Hinzu kommt, dass auch die Nebendarsteller, wie zum Beispiel Ed Harris eine klasse Leistung abliefern. Wer auf großes und emotionales Kino steht, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen! Man muss allerdings auch dazu sagen, dass die Truman Show mehr als nur ein normaler Film ist; er ist eine Warnung an die Menschheit. In Zeiten von unzählingen Reality Shows, sollte man stets auf die moralischen Grenzen aufpassen. „Die Truman Show“ zeigt in eindrucksvollen, aber auch erschreckenden Bilder, wie weit man mit diesem Fernsehformat gehen kann...

Orginaltitel: The Truman Show
Regie: Peter Weir
Darsteller: Jim Carrey, Ed Harris, Laura Linney, Noah Emmerich
Laufzeit: 99 Minuten
FSK: ab 12
Sprachen: Deustch, Englisch
Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Deutsch, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Holländisch, Bulgarisch, Isländisch
Ton: 5.1 DD
Regionalcode: 2
Bildformat: 1.85:1 Widescreen
TV-Norm: PAL
Vertrieb: Paramount
Preis: ca. 10 €

[verfasst von Dimi]