The Baytown Outlaws

06. December 2012

The Baytown Outlaws

Quentin Tarantino ist ein Meister der Zitate und hat es dabei selbst zu einem viel zitierten Filmemacher geschafft. Kaum kommen in einem Film skurrile oder schräge Charaktere inklusiver einer hippen Inszenierung vor, muss man zwangsläufig an Tarantino denken. Leider kommen nur die allerwenigsten Filme an seine Kunst heran und verschwinden leise in der Versenkung. Wie es dabei dem Erstlingswerk „The Baytown Outlaws“ von Barry Battles ergeht, lest ihr weiter unten.

Originaltitel: The Baytown Outlaws
Regie: Barry Battles
Darsteller: Paul Wesley, Eva Longoria, Billy Bob Thornton, Thomas Brodie-Sangster, Daniel Cudmore, Travis Fimmel, Clayne Crawford)
Laufzeit: 99
FSK: keine Jugendfreigabe
Ton: dts HD Master Audio 5.1 (Englisch), dts 5.1 (Deutsch, Französisch, Italienisch, Polnisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Italienisch
Regionalcode: B
Bildformat: 2,40:1
TV-Norm: 1080p
Produktion: 2012
Erschienen: 06.12.2012
Vertrieb: Universal Pictures
Preis: 19€

Film:
Die drei abgefuckte Oodie Brüder Lincoln, Brick und McQueen aus dem tiefsten Süden der USA räumen für ein paar Dollar andere Gangster beiseite und sorgen so für ein bisschen „Ordnung“. Eines Tages schneit in ihre Hüte die sexy Celeste (Eva Longoria) und macht den dreien ein zumindest auf dem Papier nettes Angebot. Wenn die Brüder Celestes Patensohn Rob aus den Fängen ihres Ex-Mannes Carlos (Billy Bob Thornton) befreien, winkt ein hübsches Sümmchen. Leider scheint nach dem ersten Aufeinandertreffen die Sache nicht ganz so einfach zu werden. So entpuppt sich Carlos nicht nur als Gangsterboss, sondern Rob sitzt zudem noch in einem Rollstuhl. Carlos sinnt natürlich nach Rache und schickt allerlei abgefahrene Killer (z.B. Nutten) auf die drei Brüder los.

 

Der Einstieg in den Film ist mit seinen Comicstrips für das Genre zwar nicht besonders originell, aber durch die gekonnte Inszenierung dennoch cool geworden. Cool geht es auch weiter, wenn die Brüder in einer ranzigen Kneipe absteigen oder im Mad Max Stil auf der Straße gegen Piraten kämpfen. Immer mit dabei sind lockere und schwarzhumorige Sprüche, ein paar sexuelle Anspielungen und brutale Shoot Outs. Dabei sieht man jedoch sofort, dass man besser gut klaut, als schlecht selbst erfindet. So wirkt der Film teilweise nur aus den Versatzstücken anderer Filme zusammengebastelt und es kommt auch zu keinerlei Wendungen oder Plottwists. Aber wie erwähnt kommt dies so cool und rasant rüber, dass man dies dem Regisseur gerne verzeiht. Das der Regisseur aber auch mal eigene Einfälle hat, beweist der behinderte Rob, der immer mal wieder ernstere Momente aufkeimen lässt. Diese Momente wirken dabei nicht einmal aufgesetzt oder kitischg. Ganz im Gegenteil, da die drei Brüder so weg von ihrer Eindimensionalität kommen und unterschiedliche Beziehungen zu den Brüdern aufbauen. 

Sieht man vom Cameo Auftritt von Michael Rapaport ab, hat man es bis auf Billy Bob Thornton und Eva Longoria mit recht unbekannten Gesichtern zu tun. Während Billy Bob Thornton gewohnt lässig und leicht psychopathisch agiert, wackelt die Longoria nur gekonnt mit ihrem Hintern. Überraschend gut spielen dagegen die drei Hauptdarsteller (Daniel Cudmore, Travis Fimmel, Clayne Crawford) und vor allem auch Thomas Brodie-Sangster als behinderter Rob.

 

Bild:
Es wurden etliche Filter auf das gelbstichige Bild geklatscht, wobei dies keinen Einfluss auf die tolle Schärfe hat. Zwar trifft der Kameramann nicht immer den richtigen Fokus, doch technisch gibt es nichts zu meckern. Auch der Kontrast gibt sich gut und sorgt letztendlich für ein plastisch wirkendes Bild.

Ton:
Auch hier gibt es nicht viel negatives zu berichten. Während der Action geht es auf allen Boxen gut zur Sache, wenngleich hier etwas die Dialoge untergehen. Auch der Bass könnte einen Tick kraftvoller agieren.

Bonus:
Neben zwei Trailern, gibt es nur noch ein ganz gutes und mit reichlich 30 Minuten langes Making Of in SD Auflösung. Ob es Verpackungstechnisch Besonderheiten gibt, können wir anhand des Pressemusters nicht sagen.

 

FAZIT:
„The Baytown Outlaws“ wandelt auf bekannten Genrepfaden und kommt actionreich, brutal und schwarzhumorig daher. Vor allem die verschiedenen Killerkommandos sind herrlich! Durch den Part des behinderten Rob wird zudem ein etwas ernsterer Weg eingeschlagen, als man auf den ersten und auch zweiten Blick vermuten mag. Technisch gibt sich dir Blu-ray auf einem sehr guten Niveau und macht den Film für Genrefreunde sehr interessant.

Bild – 8/10
Ton – 7,5/10
Bonus - 2/10
Film – 7/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Universal Pictures zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]