„Sieben“ ist noch immer das Beste, was es im Genre der Psychothriller gibt. Es gab zwar immer wieder Versuche in Form von „Saw“, „Roter Drache“ oder „Anamorph“, doch an die Qualität eines „Sieben“ kamen die Filme nie heran. Ob es „Horsemen“ mit Dennis Quaid in der Hauptrolle schafft?
Originaltitel: Horsemen
Regie: Jonas Åkerlund
Darsteller: Dennis Quaid, Zhang Ziyi, Lou Tayler Pucci, Clifton Collins Jr., Peter Stormare, Eric Balflour
Laufzeit: 86
FSK: Keine Jugendfreigabe
Ton: DD 5.1 (Deutsch, Englisch), dts 5.1 (Deutsch)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,78:1 (anamorph in 16:9)
TV-Norm: PAL
Produktion: 2009
Erschienen: 14.02.2010
Vertrieb: Concord
Preis: 15€
Film:
Nach dem Tod seiner Frau, widmet sich der Cop Aiden Breslin (Dennis Quaid) voll und ganz seinem Job. Leider vernachlässigt er dabei seine beiden Söhne, wobei der ältere schon lange die Erziehung des Jüngeren übernommen hat. Aiden kommt einem Serienkiller auf die Spur, der seine Morde nach je einem der vier apokalyptischen Reiter inszeniert. Nachdem zwei Morde bereits untersucht sind, will Aiden die letzten beiden verhindern und steigert sich so in die Materie, dass er dabei völlig übersieht, dass er selbst ein Teil des Puzzels ist …

Storytechnisch kommt der Film anfangs recht ausgelutscht daher. So werden neben vielen bekannten Klischees der Charaktere auch viele bekannte inszenatorische Stationen im Film bedient. So kommt es zu typischen Szenen, die zeigen, wie sehr Aiden als Vater versagt und auch das abklappern der Tatorte passiert nach Schema F. Immerhin kommt es zur Mitte des Filmes zu einer wirklich gekonntem Wendung, welche die Karten neu mischt. Leider schafft es das Drehbuch nicht, die Spannung bis zum Ende zu halten, da man mal wieder den Zuschauer für zu dumm hält und einfach zu viele Hinweise platziert. So weiß der Zuschauer schon lange vor Dennis Quaid was Sache ist, was das Ende leider schlechter macht, als es eigentlich ist.
Dennis Quaid schafft es leider nicht, seiner eindimensionalen Figur mehr als nur das immer gleiche Gesicht abzugewinnen und wird in den Szenen mit seinem ältesten Sohn regelrecht an die Wand gespielt. Die anderen Darsteller wie z.B. Zhang Ziyi (in einer sehr ungewohnten Rolle) machen dagegen ihre Sache besser, wobei wiederum ein Peter Stormare völlig verheizt wird. In Sachen Inszenierung hatte ich mir ebenfalls etwas mehr erhofft, da Regisseur Jonas Åkerlund vorher vorrangig Regisseur für Musikvideos tätig war.

Bild:
Viel zu meckern gibt es bei der DVD nicht. Die Schärfe ist recht gut und das Bildrauschen hält sich auch in dunklen Szenen stark zurück. Die Farben kommen ebenfalls gut rüber, wenngleich immer ein kleiner Grünstich vorherrscht.
Ton:
Der Ton kommt recht bedrohlich daher, wobei der Score nicht wirklich ins Ohr geht. Alles in allem recht ordentlich, da der Film selbst eher ruhig daherkommt und Actionszenen nicht vorhanden sind.
Bonus:
Die Extras sind etwas mau geraten. So ist zwar ein Teil der entfallenen Szenen durchaus anschaubar und hätten sich auch im Film gut gemacht, doch der andere Teil wurde berechtigt entfernt. Den Audiokommentar kommt ebenfalls etwas trocken daher und ermutigt einen nicht gerade diesen sich komplett anzuhören. Abgerundet wird alles durch den Trailer. Zur Umverpackung kann leider nichts gesagt werden, da wir nur eine Presse DVD erhielten.

FAZIT:
„Horsemen“ ist in allen Belangen einfach nur Durchschnitt. Die Charaktere entsprechen den üblichen Klischees und die Erzählweise ist ebenfalls nicht neu. Zwar trumpft der Film im Mittelteil etwas auf, was jedoch im letzten Akt wieder verspielt wird. Fans solcher Filme können sich „Horsemen“ bedenkenlos anschauen, alle anderen müssen den Film nicht unbedingt sehen.
Bild – 8,5/10
Ton – 7/10
Bonus - 4/10
Film – 5/10
[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Concord zur Verfügung gestellt]
[Review verfasst von Shagy]