Eagle Eye - Ausser Kontrolle

17. May 2009

Eagle Eye - Ausser Kontrolle

Ich steh ja ungemein auf Verschwörungsthriller und neues Futter wird gerne gesichtet. Bei „Eagle Eye\" stehen die Vorzeichen sogar recht gut, da der Regisseur D. J. Caruso zusammen mit Shia LeBeouf bereits mit „Disturbia\" einen mehr als spannenden Thriller ablieferten. Dazu noch Michelle „niemand schaut betrunken so sexy aus wie ich\" Monaghan und es könnte nichts mehr schief gehen.

Originaltitel: Eagle Eye
Regie: D. J. Caruso
Darsteller: Shia LeBeouf, Michelle Monaghan, Rosario Dawsen, Billy Bob Thornton
Laufzeit: 117
FSK: 12
Ton: DD 5.1 (Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch), TrueHD 5.1 (Englisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, , Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Regionalcode: B
Bildformat: 2,40:1
TV-Norm: 1080p
Produktion: 2008
Erschienen: 27.03.2009
Vertrieb: Paramount
Preis: 28€

Film:
Ohne großes Vorgeplänkel werden die zwei Hauptdarsteller in die Story geworfen. Jerry Shaw (Shia LeBeouf) kommt gerade von der Beerdigung seinen Zwillingsbruders, als er auf seinem Konto mal eben $750.000 und in seiner Wohnung einen Stapel Waffen findet. In der gleichen Sekunde ruft ihn eine mysteriöse Frauenstimme an und teilt Jerry mit, dass er verschwinden soll, da gleich die Polizei auftauchen wird. Zur etwa gleichen Zeit amüsiert sich die alleinerziehende Mutter Rachel Holloman ( Michelle Monaghan) mit ein paar Freundinnen, als sie ebenfalls einen Anruf erhält. Die Stimme am anderen Ende teilt ihr mit, dass sie ihren Sohn nicht mehr lebend zu Gesicht bekommt, wenn sie nicht gehorcht.

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Nach dem furiosen und actiongeladenen Auftakt sitzt der Zuschauer zuerst mal unwissend vor der Klotze. Wo steht der Zusammenhang zwischen Jerry und Rachel, welche sich noch nie vorher begegnet sind. Was hat das Pentagon damit zu tun? Immerhin startet der Film im selbigen. Und natürlich: Um wenn handelt es sich bei der Frauenstimme? Mysteriös ist hier ebenfalls, dass die Frau an der anderen Leitung scheinbar mühelos alle möglichen technischen Geräte kontrollieren kann. Sein es Handys, Werbetafeln, Kräne oder anderes vernetztes. Und schon sind wir bei der Action. Die Flucht vor den Gesetzeshütern wird fast ausschließlich durch die Manipulation technischer Geräte gefüttert. Hier ein Anruf, dort eine Verkehrsampel, dort Überwachungsgerät usw.

Die Erzählgeschwindigkeit wird fast den ganzen Film lang Aufrechterhalten, was einen positiven Nebeneffekt hat. So hat man nämlich keine Zeit sich über etwaige Logiklöcher und Plausibilität aufzuregen. Schaut man hier genauer hin, greift man sich mehr als ein Mal an den Kopf. Besonders zum Ende hin wird dann aber zu dick aufgetragen und man kommt einfach nicht mehr drumherum, sich die Hand an den Kopf zu klatschen. Bei den schauspielerischen Leistungen sollte man ebenfalls nicht zu viel erwarten. Alle machen ihre Sache aber routiniert.

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Bild:
Viel zu beanstanden gibt es nicht. Die Schärfe ist sehr gut und der Deatailgrad hoch. Bemerkenswert ist hier, dass es trotz des dunklen Looks des Filmes zu keinem Detailverlust kommt. Nur selten wirkt das Bild etwas weicher. Der Kontrast und die Plastizität wissen ebenfalls zu überzeugen. Die Farben kommen meist natürlich daher. Zu erwähnen wäre noch das Filmkorn, welches aber fast nicht stört und sehr gering ist.

Ton:
Der Ton ist hier schon fast Referenzverdächtig und der Soundmix gibt ordentlich Gas! Brachial kommt er daher und bietet auch viele schöne direktionale Effekte. Auch der Bass kommt nicht zu kurz und macht ordentlich Druck. Trotz des Soundgewitters, sind die Dialoge steht\'s hervorragend zu verstehen und es geht nichts unter.

Bonus:
Auf dem Cover prangt ein riesiges Special Edition Schriftzug, was aber eher ein schlechter Scherz sein soll. Lachen kann man darüber aber nicht wirklich ... ich zumindest nicht. Ein Audiokommentar fehlt gänzlich, wie auch weiterführende Booklets oder eine hübsche Blu-ray Lackierung. Im Making Of kommt der Cast und die Crew zu Wort und ist recht interessant, aber zu kurz geraten. Weiter geht es mit ein paar kurzen Features, welche auf einige Drehorte eingehen, uns Spielereien mit Handys, sowie ein Gespräch zwischen „Wargames\" Regisseur John Badman und „Eagle Eye\" Regisseur D. J. Caruso zeigen. Des Weiteren gibt es noch ein paar Pannen vom dreh, eine Fotogalerie, den US Trailer und drei entfernte Szenen, sowie ein alternatives Ende. Alle Extras sind in HD.

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FAZIT:
„Eagle Eye - Ausser Kontroller\" ist ein netter Verschwörungsthriller im Stile eines „Staatsfeinde Nr. 1\" oder „Auf der Flucht\", welcher zwar bis ins kleinste Detail konstruiert daherkommt, aber auch zu unterhalten weiß. Wer sich daran nicht stört und „Eagle Eye\" als kurzweiliges Blockbuster Kino sieht, wird hier seinen Spaß haben. Alle anderen schauen sich lieber zum wiederholten Male „Staatsfeind Nr. 1\" oder den Klassiker „Wargames\" an. Technisch gibt es an der Blu-ray so gut wie nichts zu meckern, außer, dass sich Paramount bei dieser SPECIAL EDITION bei den Extras nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hat.

Bild - 9/10
Ton - 9,5/10
Bonus - 5/10
Film - 7/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Paramount zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]