Mutant Chronicles + Gewinnspiel

19. November 2008

Mutant Chronicles + Gewinnspiel

Ich als alter Ron Perlman Fan, war natürlich ganz heiß auf diesen Film. Ich steh einfach auf seine cool Art und lockeren Sprüche. Zudem sah das Setting recht cool aus und der restliche Cast mit John Malkovich, Devon Aoki und Thomas Jane klang ebenfalls vielversprechend. Einzig, dass der Film in den USA keinen Verleih fand, stimmte mich etwas skeptisch.

Originaltitel: Mutant Chronicles
Regie: Simon Hunter
Darsteller: Thomas Jane, Ron Perlman, Devon Aoki, John Malkovich, Sean Pertwee, Benno Fürmann, Anna Walton
Laufzeit: 107
FSK: SPIO/JK
Ton: DD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,85:1
TV-Norm: Pal
Produktion: 2008
Erschienen: 24.10.2008
Vertrieb: Splendid
Preis: 14€

Film:
Im Jahre 2707 wird die Welt nur noch von vier Konzernen regiert, welche sich erbitterte und brutale Kämpfe um die letzten Rohstoffe der Erde liefern. Einer dieser Kriege findet zwischen Capitol und Bauhaus im ehemaligen Europa statt. Was die Soldaten der beiden Parteien jedoch nicht wissen ist, dass unter ihnen eine Maschine aus dem All vergraben wurde, welche die Menschen in blutrünstige Zombies verwandelt. Durch einen unglücklichen Zufall wird im Kampf jedoch das Siegel zerstört, welches ein Orden vor langer Zeit errichtet hat und die Maschine wird freigelegt. Es dauert nicht lange und die Zombies stürmen an die Oberfläche und fallen über die Menschheit her. Der Konzernchef Constantine (John Malkovich mit einem längeren Cameo Auftritt) sieht nur in der Flucht ins All eine Chance, doch der Geistliche Samuel (Ron Perlman, welcher leider recht schwach agiert) sieht noch eine andere Möglichkeit das Unheil abzuwenden. Er entstammt nämlich dem Orden, der die Maschine eigentlich bewachen sollte und besitzt die Chronik, welche prophezeit, dass erneut ein Auserwählter die Menschheit retten soll. So trommelt er ein paar Soldaten (u.a. Thomas Jane, Devon Aoki, Benno Führmann) zusammen, welche sich der Maschine stellen sollen/wollen. Natürlich ohne Sicht auf Rückkehr ...

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Der Anfang ist noch sehr vielversprechend. Das Setting erinnert stark an die Zeit des ersten Weltkrieges, welches mit ein paar Science Fiction Elementen aufgepeppt wurde. Es gibt also die gute alte Waffentechnik aus der Zeit des ersten Weltkrieges genauso, wie auch Laserwummen und dicke Luftschiffe, welche mit Dampf angetrieben werden. Man fühlt sich dabei schnell an Filme wie „Sky Captain and the world of tomorrow\" oder „Casshern\" erinnert. Dazu kommt, dass „Mutant Chronicles\" ebenfalls vollständig (bis auf ein paar Innenaufnahmen) vor Greenscreen gedreht wurde. Da der Film mit einem sehr geringen Budget auskommen musste, schauen die CGI Effekte zwar meist recht dürftig aus, doch dies ist zu verschmerzen. Immerhin war Regisseur Simon Hunter auch schlau genug, den Kampf in der zweiten Hälfte unter Tage zu verlegen, damit er das Problem der Effekte etwas mehr unter Kontrolle hatte. Neben den dürftigen CGI Animation, können aber auch die Masken der Zombies nicht sonderlich überzeugen und hat man selbst in Low Budget Filmen besser und abwechslungsreicher gesehen.

Aber nicht nur das Setting kann irgendwie noch überzeugen und ist für einen Trashfilm dieser Art völlig in Ordnung. Denn auch die Einführung der einzelnen Darsteller wurde durch markige und platte Sprüche von Ron Perlam kurzweilig inszeniert. Hier sind natürlich die coolsten Typen und heißesten Frauen am Start, welche sich dem Kampf stellen, ohne auch nur eine Spur Angst zu zeigen. Da werden ehemalige Feinde, wie auch Typen aller Schichten in einen Topf geworfen. Leider verkommen diese zu bloßen Stereotypen und große Spannungen und Weiterentwicklungen gibt es zwischen den einzelnen Charakteren nicht.

Das alles hört sich eigentlich nach einem kurzweiligen und spaßigem Filmen an. Setting stimmt genauso wie die coole Einführung. Leider hat es Regisseur Hunter aber nicht geschafft die Atmosphäre in die zweite Hälfte zu retten. Hier geht es nicht nur für die Darsteller ein paar Stockwerke tiefer, sondern auch für den Film. Die coolen Sprühe werden Mangelware, inszenatorische Kunstgriffe seltener und die Story bekommt arge Längen und wartet mit einem müden Showdown auf. Zwar wartet der Film mit einer SPIO/JK Freigabe auf, doch übermäßig brutal kommt „Mutant Chronicles\" auch nicht daher. Das CGI Blut und CGI Splatter schauen zudem recht dürftig aus. Dies liegt vor allem auch daran, dass die Farbsättigung gewollt deutlich heruntergeschraubt wurde, während das rot des Blutes eher satter gemacht wurde.

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Bild:
Der Film spielt fast nur im Dunkeln und zeigt hier auch einige Schwächen. So ist steht\'s ein Rauschen zu sehen. Auch ist der Detailgrad nicht sonderlich hoch und es werden viele Details im Dunklen verschluckt. Aber auch in hellen Szenen kommt die Schärfe nie über den Durchschnitt. Dafür, dass der Film vollständig auf CGI Effekte zurückgreift, ist das Ergebnis nicht wirklich überzeugend. Hier hätte mehr drinnen sein müssen! Die Farben sind alle monoton gehalten, was jedoch einem Stilmittel entspricht. Der Schwarzwert und der Kontrast sind ebenfalls recht wechselhaft.

Ton:
Die Abmischung der Actionszenen kann gleich in den ersten Szenen überzeugen. Wo die Soldaten durch das stürmische Kriegsszenario Schutz im Graben suchen, zischen einem die Kugeln nur so um die Ohren. Das Ganze ist zudem sehr Druckvoll geraten. Aber auch die anderen Actionszenen wissen zu überzeugen, wenngleich es teilweise etwas zu monoton und gleich klingt. In ruhigeren Szenen kann die Abmischung allerdings nicht mehr so gute überzeugen, da sich hier die DVD fast nur mit dem Center begnügt. Dies kratzt ebenfalls etwas an der Atmosphäre.

Bonus:
Hier schaut es recht mager aus und bis auf ein unkommentiertes Behind the scenes (7 Minuten), gibt es nur noch 13 verschiedene Interviews mit einer Lauflänge von insgesamt fast 25 Minuten. Des Weiteren gibt es natürlich auch wieder ordentlich Eigenwerbung in Form von 9 Trailern (darunter auch der Trailer zu „Mutant Chronicles\").

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FAZIT:
Anfangs vermag das Setting und der schnelle Einstieg noch zu überzeugen, doch leider schleichen sich in der zweiten Hälfte deutliche Längen ein. Die Story ist so vorhersehbar, dass es schon weh tut und die Charaktere sind klischeebehaftete Stereotypen. Es gibt Filme, bei denen stört man sich dank guter Inszenierung und cooler Sprüche nicht an solchen Kritikpunkten, doch hier kann der Film leider auch nicht Punkten. Selbst Trash Fans brauchen zum Ertragen ein paar Bier mehr als sonst. Mit etwas mehr Geld, hätte Hunter sicher noch mehr aus dem Stoff (immerhin basiert der Film auf einem Pen & Paper Rollenspiel) heraus geholt, den Potential ist in seiner Arbeit durchaus zu erkennen.

Bild - 7/10
Ton - 7/10
Bonus - 2/10
Film - 5/10

[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Splendid zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

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Gewinnspiel

Dank Splendid, ist es uns wieder einmal möglich eine DVD inkl. Dog Tag und eine Tasche an euch weiterzugeben. Ihr müsst nur die Frage richtig beantworten und mit ein bisschen Glück, wird etwas davon bei euch im Briefkasten landen.

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1. In welchem Film greift Ron Perlman noch zur Waffe?

a) Schwerter des Königs

b) Con Air

c) Intimate Enemies


Schick die hoffentlich richtige, Antwort bitte an: shagyonpsx.de

Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und Mitarbeiter dieser wunderschönen Seite und dürfen ebenfalls nicht teilnehmen. Die Gewinner werden schließlich auf der Seite OnPSX.net bekannt gegeben.

Einsendeschluss ist der 27.11.2008.