Michael Clayton + Gewinnspiel

10. August 2008

Michael Clayton + Gewinnspiel

Sieben Oscar-Nominierungen lassen Großes erwarten, doch es gibt einen guten Grund, warum Michael Clayton letztendlich nur eine der goldenen Trophäen (nämlich die für die beste Nebendarstellerin - Tilda Swinton) mit nach Hause nahm...

Originaltitel: Michael Clayton
Regie: Tony Gilroy
Darsteller: George Clooney, Tilda Swinton, Tom Wilinson, Sidney Pollack
Laufzeit: 119min
FSK: 12
Ton: dts-HD 5.1 (Deutsch; Englisch), DD 2.0 (Audiokommentar)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Regionalcode: B
Bildformat: 2,40:1 (Anamorp / 16:9)
TV-Norm: 1080p
Produktion: 2007
Erschienen: 07.07.2008
Vertrieb: Constantin Film
Preis: 26€

Film:
„Michael Clayton\" ist das, was in vielen Kritiken als „ein wichtiger Film\" bezeichnet wird. Das ist meist ein Prädikat für „brisantes, aber langweiliges Thema\". Dass das auch anders geht und man Public Affairs in unterhaltsame Filme verpacken kann, zeigt zum Beispiel der großartige „Lord of War\" und der ebenso gute „Thank you for Smoking\". Beide verpacken ihr Thema, Waffenschieberei und die Zigarettenindustrie, in bissige Komödien und bringen so auch dem eher desinteressierten Zuschauer die Thematik ein Stückchen näher.

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„Michael Clayton\", das Erstlingswerk von Regisseur Tony Gilroy, der auch das Drehbuch verfasste, geht einen anderen Weg. Diesmal geht es um eine große, einflussreiche Anwaltskanzlei, deren unzählige Leichen im Keller von einem freidrehenden, Gewissens-geplagten Mitarbeiter (Tom Wilkinson) plötzlich ans Licht gebracht werden. Der „Aufräumer\" Michael Clayton (George Clooney) soll den Schaden mit legalen Mitteln begrenzen. Als das nicht die erhoffte Wirkung bringt, wendet die Chefin der Kanzlei (Tilda Swinton) bald illegale Mittel an, die Clayton schnell in Gewissenskonflikte bringen. Das erste Mal in seinem Leben muss er sich eindeutig für eine Richtung entscheiden.

Im Gegensatz zu oben genannten Beispielfilmen, wird „Michael Clayton\" sehr altmodisch, man könnte fast sagen „trocken\" erzählt. Böse Zungen nennen sowas „Laberfilm\", für andere ist es „Kino höchster Güte\". Auf welcher Seite man sich auch befindet, wenn man sich Michael Clayton ansieht, muss man sich auf 115 anstrengende Minuten gefasst machen. Als Zuschauer wird man zu Beginn ohne jegliche Exposition in die Handlung geworfen und braucht eine Weile, um sich zusammenzureimen, um was hier überhaupt geht. Denkt man zu Beginn noch, dass jedes Detail der einzelnen Deals von Clayton und der Kanzlei sowie alle Handlungsstränge wichtig sein könnten, wird man nach einiger Zeit eines Besseren belehrt: Die Handlung ist letztendlich viel einfacher als man denkt und auf wenige Sätze reduzierbar, das ganze Drumherum ist zwar für die Figurenentwicklung von Clayton recht wichtig, hätte aber deutlich schneller erzählt werden können.

So wirkt Michael Clayton wie ein ungeschliffener Diamant: Man weiß, dass sich dahinter etwas teures, seltenes, Großartiges verbirgt, aber man sieht nur viele Ecken, Kanten und viel wertlosen Stein. Schade, ist die Schauspielriege doch großartig und die Grundthematik überaus interessant. Aber letztendlich ist all das nur Beiwerk, um sehr langsam und ausführlich die Lebensprobleme eines Berufsmüden Anwalts zu beschreiben.

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Bild:
Bei einer solch aktuellen Produktion erwartet man auch ein fabelhaftes Bild, doch leider kann \"Michael Clayton\" hier nicht so sehr überzeugen. Die Schärfe ist zwar auf gutem Niveau, schwankt aber auch oft in einen zu weichen Bereich. Das die Farben etwas kühl wirken, ist ein Stilmittel, der etwas zu steile Kontrast wohl eher nicht. Ab und an sichtet man auch etwas Filmkorn, doch ist dies erträglich.

Ton:
Der Ton ist, dem Film angemessen, überwiegend frontlastig. Direktionale Effekte gibt es so gut wie gar nicht, nur die Musik verirrt sich dann und wann auch auf die hinteren Boxen. Für einen Film wie \"Michael Clayton\" ist das aber absolut okay. Die deutsche und englische Tonspur nehmen sich nicht viel.

Bonus:
Bonusmäßig ist bei Michael Clayton leider nicht viel los. Zudem kommt alles in SD Auflösung daher:

-Making Of (ca. 20min)
-Deleted Scenes mit Audiokommentar (ca. 5min)
-Darstellerinfos (Texttafeln)
-Audiokommentar von John und Tony Gilroy (nicht untertitelt)
-Trailer und Eigenwerbung

Beim Making Of handelt es sich zwar um ein Werbemaking Of, in dem größtenteils nur die Handlung und die Motivation der Charaktere erklärt wird, aber bei einem so undurchschaubaren Film wie „Michael Clayton\" ist das durchaus hilfreich. So versteht man den Film etwas besser und kann endlich auch die Handlung komplett nachvollziehen. Die drei Deleted Scenes sind ziemlich interessant und vertiefen nicht nur den Charakter von Clayton, sondern lösen auch zwei Handlungselemente auf, die im Film einfach unter den Tisch fallen gelassen worden.

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FAZIT:
Ein leider nicht durchweg überzeugender Film auf einer recht guten Blu-ray.

Bild - 8/10
Ton - 7/10
Bonus - 6/10
Film - 6/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Constantin Film zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von anno nym]

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Gewinnspiel

Dank Constanin Film/ Highlight ist es uns wieder einmal möglich eine DVD und eine Blu-ray an euch weiterzugeben. Ihr müsst nur die Frage richtig beantworten und mit ein bisschen Glück, wird eine der DVD/Blu-ray bei euch im Briefkasten landen.

1. Mit welcher TV Serie wurde George Clooney bekannt?

a) Knight Rider

b) MacGyver

c) Emergency Room

Schick die hoffentlich richtige Antwort samt Adresse und Forennick (falls vorhanden) bitte an: shagy onpsx.de

Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und Mitarbeiter dieser wunderschönen Seite und dürfen ebenfalls nicht teilnehmen. Die Gewinner werden schließlich auf der Seite OnPSX.de bekannt gegeben.

Einsendeschluss ist der 10.09.08.