Coyote Ugly

27. April 2008

Coyote Ugly

Nach etlichen Actionfilmen und Thrillern, versucht sich Produzent Jerry Bruckheimer fast 20 Jahre nach seinem Tanzfilm „Flashdance\" erneut an einem Musikfilm. Ob es klappt und der Film das verspricht, was man von Bruckheimer erwartet, erfahrt ihr in unserem Review.

Originaltitel: Coyote Ugly
Regie: David McNally
Darsteller: Piper Perabo, Adam Garcia, Maria Bello, Melanie Lynskey, Izabella Miko , Bridget Moynahan , Tyra Banks, John Goodman
Laufzeit: 101
FSK: 12
Ton: dts 5.1 (Deutsch, Italienisch), PCM 5.1 unkomprimiert (Englisch), DD 5.1 (Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch), DD 2.0 (Audiokommentar Englisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Englisch für Hörgeschädigte
Regionalcode: A, B, C
Bildformat: 2,35:1 in 16:9
TV-Norm: 1080p
Produktion: 2000
Erschienen: 17.04.2008
Vertrieb: Walt Disney Home Entertainment
Preis: 28€

Film:
Das kleine Naivchen, aber die letztendlich nicht ganz so blöde, Violet (Piper Perabo) hat einen Traum. Sie will in New York eine Karriere als Songschreiberin machen und zieht ohne weitere Vorbereitungen von der Provinz in die Stadt die niemals schläft, was Daddy (John Goodman) zudem nicht so recht in den Kram passt. Angekommen merkt sie schnell, dass das Musikbusiness recht hart ist und es dauert nicht lange, bis sie finanziell völlig abgebrannt ist. Der Rest kommt ebenfalls aus der Konserve. Sie nimmt einen Job in einer Bar an, verliebt sich in einen Typen, welcher anfangs natürlich ein Arschloch ist, fliegt wieder aus der Bar, in ihrer dreckigen Wohnung wird eingebrochen, sie versöhnt sich wieder mit der Bar Chefin (Maria Bello), überwindet ihr Lampenfieber und am Ende ist alles Friede Freude Eierkuchen.

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Wie von Bruckheimer gewohnt, vereint er wieder alles, was der Massenmarkt braucht. Geile Weiber, welche halb nackt auf Theken tanzen und sich mit Wasser überschütten für die Männer. Und die Füll Geschichte mit dickem Happy Ende, um die süße Songschreiberin für die Frauen. Die Story ist so was von vorhersehbar, dass es einem fast weh tut. Bevor man sich allerdings allzu sehr darüber aufregen kann, kommt es auch schon wieder zu einer flotten Tanzszene, welche dabei aber immer familientauglich bleiben und nie in allzu große Freizügigkeiten ausarten. Auf der einen Seite für die Voyeurristen natürlich schade, aber man will ja schließlich auch die weiblichen Zuschauen nicht verjagen. Große Schauspielerische Leistungen darf man hier übrigens ebenfalls nicht erwarten.

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Bild:
Die Schärfe kann vor allem bei Nahaufnahmen überzeugen, fällt allerdings bei totalen Winkeln etwas ab und lässt hier dann auch etwas Plastizität vermissen. Auch das leichte Hintergrundrauschen und die wenig auftretenden Defekte drücken die Wertung. Dafür sind die Farben und der Kotrast wirklich gut. Alles in allem recht gut, aber der „Wow!\" Effekt bliebt leider aus.

Ton:
Filmfans, welche nur Dolby Digital wiedergeben können, haben (wie schon bei „Starsky & Hutch\") etwas das Nachsehen. Aber auch, wenn man auf die dts Spur zugreifen kann, bleibt ein fader Nachgeschmack. Am besten kommt man mit der PCM Spur, doch überzeugend kommt diese ebenfalls nicht daher. Direktionale Effekte halten sich nämlich leider vornehm im Hintergrund, was bei solch einem stimmungsgeladenen Film und den Szenen in der Bar natürlich recht traurig ist. Die Dialoge sind allerdings in allen Tonspuren sehr gut zu vernehmen.

Bonus:
Während die drei Audiokommentar (wobei zwei nicht durchgängig den kompletten Film über zu hören sind) recht interessant ist, können die einzelnen Features (ein richtiges Making Of gibt es gleich gar nicht) durch die PR Lastigkeit nicht sonderlich überzeugen. Zudem sind sie alle recht kurz ausgefallen. Des Weiteren gibt es noch das Musikvideo zu „Can\'t Fight The Moonlight\" von Leann Rimes, ein paar gelöschte Szenen, sowie den Trailer. Leider schaffte es nur die Kinofassung auf die Blu-ray, was recht unverständlich ist, da es hierzulande auch die Extented Fassung gibt.

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FAZIT:
Wie von Produzent Bruckheimer gewohnt, gibt sich der Film von vorne bis hinten ohne Kanten und ist komplett durchdacht, damit ja so viele Menschen wie möglich angesprochen werden. So läuft die Story nach bekanntem Schema F ab und bietet keinerlei Überraschungen. Dennoch macht der Film bei der Spielzeit von knapp 100 Minuten durchaus Spaß und man kann sich recht gut berieseln lassen. Flotte Musik, guter Soundtrack, heiße Mädels und nix zum Nachdenken. So stelle ich mir einen Film nach einem harten Arbeitstag vor. Im Gegensatz zur US Blu-ray, müssen Käufer der deutschen Scheibe auf die Extented Fassung leider verzichten. Auch die Blu-ray an sich kann leider nicht vollends überzeugen und von einer Bruckheimer Produktion erwarte ich eigentlich mehr in Sachen Technik!

Bild - 7,5/10
Ton - 7/10
Bonus - 4/10
Film - 7/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Walt Disney Home Entertainment zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]