„Dumm und Dümmer\" war ein recht gutes Debüt der Farrely Brüder und mit „Verrückt nach Mary\" gelang ihnen ein richtiger Hit. Leider merkte man bei den nachfolgenden Filmen recht schnell, dass die Brüder irgendwie auf der Stelle treten und sich nur in neuen Geschmacklosigkeiten übertrumpfen können. Interessante Geschichten und Charaktere blieben in den späteren Machwerken meist außen vor. Ob man nun wieder mit Ben Stiller im Gepäck an die „Verrückt nach Mary\" Zeit anknüpfen kann, wird unser Review zeigen.
Originaltitel: The Heartbreak Kid
Regie: Bobby Farrely, Peter Farrely
Darsteller: Ben Stiller, Malin Akerman, Michelle Monaghan, Jerry Stiller, Rob Corddry, Carlos Mencia
Laufzeit: 111
FSK: 12
Ton: DD 5.1 (Deutsch, Englisch, Türkisch), DD 2.0 (Audiokommentar)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Regionalcode: 2
Bildformat: 2,40:1 (16/9)
TV-Norm: Pal
Produktion: 2007
Erschienen: 14.03.2008
Vertrieb: Paramount Pichtures
Preis: 18€
Film:
Eddie (Ben Stiller) ist mittlerweile 40, aber immer noch nicht verheiratet. Bisher ist eben die richtige noch nicht dabei gewesen, was sich aber endlich ändern soll. Er lernt die sexy Lila (Malin Akerman) kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie und es kommen letztendlich doch noch die Worte „Ich will\" über Eddis Lippen. Wie sich auf der Hochzeitsreise aber schnell zeigt, waren die Worte wohl doch etwas zu überhastet gesagt. Auf der Hochzeitsreise nach Mexiko zeigt Lila nämlich schnell ein anderes Gesicht. So ist sie Sexhungrig und mag es gern etwas exotisch. Zudem klammert sie, kokste früher bis die Nasenscheidewand nachgab und singt jeden Song mit, welcher im Radio läuft. Da kommt es Eddie ganz recht, als sich Lila einen recht heftigen Sonnenbrand holt und das Zimmer hüten muss. So macht er sich alleine auf und lernt schnell die sympathische Miranda (Michelle Monaghan) kennen und auch lieben. Nun steht er zwischen seinem Hausdrachen und Miranda und sucht verzweifelt nach einem Ausweg.

Man muss zugeben, dass die Gagdichte recht hoch ist, doch leider ist nicht wirklich viel neues dabei und man merkt, dass die Farrely Brüder mit ihren Gags stagnieren. Die Gags beziehen sich fast ausschließlich auf unter die Gürtellinie und warten wieder mit ein paar Tabubrüchen auf. Dabei lässt man jedoch die Charaktere außen vor und sie werden dem Zuschauer regelrecht egal, was natürlich der Tot für einen Film ist. Vor dem totalen Absturz in die Bedeutungslosigkeit retten den Film eigentlich nur die super aufgelegten Darsteller, welche sichtlich Freude am Schauspiel haben. Besonders Michelle Monaghan ist unglaublich sympathisch und selbst Ben Stiller macht seine Sache recht gut. Ein Lob verdient auch Malin Akerman, welche sich für keinen Gag zu schade ist.
Letztendlich ist es mehr als Schade, dass die Farrely Brüder das Potential des Remakes zu „Pferdewechsel\" (im englischen „The Heartbreak Kid) nicht ausschöpften. Das man auch Gags unter der Gürtellinie und gute Charaktere zusammenführen kann, haben schließlich schon Filme wie „Superbad\" und „Jungfrau (40), männlich sucht...\" bewiesen. Ich hoffte auch darauf, dass es mehr zu wilden Schauplatzwechseln kommt und Ben Stiller immer von einer Frau zu anderen und wieder zurück springt. Letztendlich sitzt die eine aber nur auf dem Zimmer, während Ben Stiller sich mit der anderen vergnügt. Das hätte man ruhig etwas spritziger inszenieren können.

Bild:
Die Schärfe ist wunderbar knackig und auch die Farben sind herrlich kräftig und natürlich. Auch der Kontrast kann überzeugen und ein Rauschen ist nie auszumachen. Hier hat Paramount wie immer hervorragende Arbeit gemacht.
Ton:
Die Dialoge sind immer sehr gut zu verstehen und Kritik gibt es nur bei den Szenen, wo Musik mit ins Spiel kommt, da diese nicht wirklich auf die anderen Lautsprecher verteilt wird und ebenfalls vorrangig aus dem Frontspeaker kommt.
Bonus:
Neben einen gelungenen Audiokommentar gibt es sonst nichts weiter interessantes in der Bonussektion zu vermelden. Die Entfernten Szenen sind nur bedingt witzig und dem Rest ist das Marketinggerede zu stark anzumerken. Klickt man beim Menupunkt „Entfernte Szenen\" nach rechts, kann man sich noch ein Easter Egg zur Gemüte geben.

FAZIT:
Wie erwartet, hat sich am Konzept der Farrely Brüder nichts geändert und man bekommt die gewohnte Kost vorgesetzt. Schade fand ich auch, dass es zu keiner wirklichen Konfrontation zwischen Lila und Miranda kommt. Dafür gibt es wieder neue Geschmacklosigkeiten, wobei ich immer dachte, dass es nicht tiefer geht. Das es auch anders geht, haben vor einer Weile Filme wie „Superbad\", „Die Eisprinzen\" oder „Beim ersten Mal\" bewiesen.
Hinweis: Am Anfang des Filmes kommt die Mitteilung „This Film has been modified from its original version. It has been edited for content.\" Was darauf schließen lässt, dass etwas geändert wurde. Was genau, können wir allerdings nicht sagen.
Bild - 10/10
Ton - 7/10
Bonus - 3/10
Film - 5/10
[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Paramount Pictures zur Verfügung gestellt]
[Review verfasst von Shagy]