Originaltitel: Wild Hogs
Regie: Walt Becker
Darsteller: John Travolta, Tim Allen, Martin Lawrence, William H. Macy, Ray Liotta, John C. McGinley, Marisa Tomei
Laufzeit: 96
FSK: 12
Ton: DD 5.1 (Deutsch, Englisch, Italienisch, Russisch), DD 2.0 (Türkisch, Ukrainisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch und 13 weitere Sprachen)
Regionalcode: 2
Bildformat: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
TV-Norm: PAL
Produktion: 2006
Erschienen: 23.08.07
Vertrieb: Buena Vista
Preis: 18€
Film:
Doug (Tim Allen) hat einen zu hohen Cholesterinwert, wirkt in den Augen seiner Familie völlig uncool und ist von Beruf Arzt … Zahnarzt. Bobby (Martin Lawrence) hat es auch nicht wirklich besser, da in seiner Familie eindeutig die Frau die Hosen an hat. Dazu kommt, dass er nach einem Jahr Auszeit, wo er eigentlich einen Roman schreibe wollte, wieder Scheißehäuser reparieren muss. Des Weiteren gibt es noch den Computerfreak Dudly (William H. Macy), welcher arge Probleme mit dem Ansprechen von Frauen hat. Da hat es Woody (John Travolta) schon etwas besser, bzw. hatte. Bis vor kurzem hatte er noch ein Bademodenmodel als Frau und war dazu ziemlich reich. Nun ist er nicht nur pleite, sondern auch seine Frau los. Damit wäre das Quartet der Mittvierziger komplett und will gemeinsam ihr Problem angehen. Alle stecken nämlich in einer heftigen Midlife Crisis und wollen ihre alte Freiheit wieder zurück. Im Klartext heißt das, dass sie sich auf ihre Harleys setzten und sich einfach der Nase nach auf den Weg machen. Der Road Trip findet aber in einer Wüstenkneipe ein jähes Ende, als die Wild Hogs (so nennen sich die Vier) auf die „echten“ Rocker Del Fuegos unter der Führung von Jack (Ray Liotta) treffen. Die ganze Sache eskaliert schließlich, als Woody deren Kneipe in die Luft jagt.

Die Story ist recht dünn, reicht aber und ein roter Faden ist über die gesamte Lauflänge zu erkennen. Leider sind die Gags meist etwas vorhersehbar und resultieren leider fast nie aus dem Aufhänger der Midlife Crisis sondern erinnern eher an eine Teenie Komödie inklusive typischer Schwulenwitze (wobei diese durch einen schwulen Highway Cop, gespielt von John C. McGinley, jedoch der Brüller sind). Während der Anfang aus dem eigentlich Road Trip besteht und die vier über endlose Straßen und durch schöne Wälder düsen, geht es im zweiten Teil des Filmes um die Befreiung des kleinen Städtchens Madrid, welches von den Del Fuegos tyrannisiert wird. Hier erinnert der Film dann sogar ein bisschen an den Klassiker „Die sieben Samurai“ wo sie die Dorfbewohner gegen die Rocker verteidigen müssen/sollen.
Die Darsteller agieren dabei sehr lustvoll und man sieht ihnen an, dass sie ihren Spaß hatten. John Travolta als Playboy spielt fast durchgängig wunderbar und Ray Liotta als fieser Rocker kann ebenfalls brillieren. Wirklich überrascht war ich vor allem über William H. Macy, welchen ich bisher nur als genialen Charakterdarsteller (zum Beispiel in „The Cooler“) kannte, doch hier mit die meisten Slapstick Einlagen abbekommen hat. Auch Tim Allen weis zu gefallen, wobei Martin Lawrence leider nur zum Quotenschwarzen verkommt und als einziger etwas das Nachsehen hat. Hier sollte man aber zur Verteidigung sagen, dass er die wenigsten Gags abbekommen hat. Herrlich ist auch der kleine Cameo Auftritt einer richtigen Easy Rider Legende.

Bild:
Hier gibt es leuchtende und natürliche Farben gepaart mit einem guten Kontrast. Leider zeigt die Schärfe bei totalen ein wenig Schwäche, doch im Großen und Ganzen kann die Schärfe überzeugen. Dazu bleibt man steht\'s vor Rauschen und Kompressionsartefakten verschont. Buena Vista hat ein fast perfektes Bild abgeliefert.
Ton:
Hier gibt es ebenfalls fast nichts zu bemängeln. Der Soundtrack verteilt sich schön auf alle Satelliten und auch die Soundeffekte machen sich auf allen Boxen breit. Dazu sind alle Dialoge super zu verstehen und sorgen für eine Top Wertung.
Bonus:
Auf den ersten Blick fällt einem gleich erstmal der hübsche Pappschuber samt Prägedruck und metallischem Effekt auf. Auf den zweiten Blick macht sich allerdings etwas Ernüchterung breit, da es nicht wirklich viele Extras auf die DVD geschafft haben. So gibt es neben einem reichlich Sechzehn minütigen Making of nur noch ein sechs minütiges Feature sowie zwei entfallene Szenen und ein Alternatives Ende. Abgerundet werden die etwas dürftigen Extras von ein paar Pannen vom Dreh.

FAZIT:
„Born to be wild“ ist eine spritzige Coming of Age Komödie geworden, welche leider mit ein paar Schwächen daherkommt (so beziehen sich die meisten Gags nicht auf die Midlife-Crisis sondern kommen eher wie Teenie Klamauk daher). Das mag daran liegen, dass der Film auch eher für ein jüngeres Publikum gemacht wurde. Auf der anderen Seite sind die Altstars herrlich aufgelegt und es kommt auch einfach keine Langeweile auf. Ein Film für die ganze Familie, was aber leider auch etwas auf die Bissigkeit der Witze ging. Sei’s drum … ich hatte dennoch meinen Spaß und die technisch fast perfekte DVD tut ihr übriges!
Bild – 9/10
Ton – 10/10
Bonus – 5/10
Film – 7,5/10
[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Buena Vista zur Verfügung gestellt]
[Review verfasst von Shagy]