Dragon Squad

20. March 2007

Dragon Squad

Nachdem mit „Sha Po Lang“ das Hongkong Kino eine wahre Wiederauferstehung fand schickte sich wenig später mit „Dragon Squad“ viel versprechende Konkurrenz an, welches das heroic bloodshed Genre auferstehen lassen wollte. Immerhin spielt hier ebenfalls Sammo Hung eine wichtige Rolle und mit Maggie Q gibt es auch ordentlich Frauenpower. Doch leider kann Daniel Lee’s („Black Mask“ Regisseur) Machwerk nicht vollends überzeugen.



Originaltitel: Maang lung
Regie: Daniel Lee
Darsteller: Sammo Hung, Michael Biehn, Jun-Ho Heo, Vanessa Wu, Maggie Q
Laufzeit: 106
FSK: keine Jugendfreigabe
Ton: Deutsch (DD 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Kantonesisch (DTS 5.1)
Untertitel: Deutsch
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
TV-Norm: PAL
Produktion:
Erschienen:
Vertrieb: Sunfilm
Preis: 17€


Film:
Es geht um fünf zusammen gewürfelte Interpol Agenten, welche gegen den Triadenboss Panther Duen aussagen sollen. Leider wird der Gefangentransport brutal überfallen und der Panther macht sich vom Acker. Während die Agenten zuerst noch denken, das Tiger Duen, der Bruder von Panther, hinter der Befreiungsaktion steckt, stellt sich schnell heraus das Terroristen hinter der Aktion stecken. Diese haben jedoch ganz eigene Pläne.

 

Die Story ist nichts Neues und die Charakterdarstellung ziemlich oberflächlich, was ja auch nicht unbedingt negativ sein muss. Zwar werden einem anfangs alle Protagonisten mittels eines kleinen Steckbriefs und Rückblenden etwas näher gebracht, doch bringt dies nicht viel. Der Regisseur konnte sich anscheinend nicht so recht entscheiden, ob er eher in Richtung eines tiefgründigen „Sha Po Lang“ gehen möchte oder doch eher den Weg eines klassischen Actionfilms beschreiten soll. Letztendlich geht er mehr in Richtung Actionfilm, doch hier konnte mich der Film nicht so recht überzeugen. Zwar wird ausreichen Blei verteilt und dies auch überaus unrealistisch (was mir eigentlich zusagt) und brutal, doch ist mir einfach alles viel zu hektisch. Schnelle Schnitte, viele Farbverfremdungen und hektische Kamerafahrten gepaart mit vielen Splitscreens. Das ist einfach zu viel für mich und ich konnte mich darauf auch nicht so recht konzentrieren. So etwas kannte ich bisher meist nur aus Hollywood Produktionen. Dass er in Mitte des Films dann wieder auf die Charakter eingeht empfand ich als unnötig, da der Zug hier eigentlich schon abgefahren war. Der Film zieht sich dadurch viel zu sehr in die Länge.

 

Das ziemlich junge Darstellerteam macht seine Sache recht gut, wobei sie der älteren Generation ziemlich unterlege sind. Ein Sammo Hung oder Michael Biehn haben dann doch schon etwas mehr auf dem Kasten. Diese beiden sind auch die einzigen, welche nicht blass bleiben. Simon Yam spielt leider nur eine kleine Nebenrolle.

Bild:
Sunfilm hat ganz gute Arbeit geleistet und überzeugt mit einer guten Leistung. Das der Kontrast nicht sonderlich überzeugt und dadurch auch Details verschwinden, konnte ich schon bei meiner Hongkong DVD feststellen. Das Bildrauschen geht auch noch in Ordnung. Die meisten Probleme kommen jedoch durch die Stilmittel, welche der Regisseur eingesetzt hat.

Ton:
Hier schaut die Sache schon besser aus. Schön ist, dass alle Boxen ordentlich angesprochen werden. Ab und an wird jedoch bei Actionszenen der Center etwas zu stark angesprochen. Der Originalton ist wie gewohnt etwas dynamischer und bringt somit mehr Schwung in die Sache. Der dts Ton ist etwas lauter und ebenfalls schwungvoller.

Bonus:
Zuerst einmal ist das Cover unter aller Sau! Nicht nur, dass das Design gegenüber der HK DVD keine Chance hat, werden hier einem zudem völlig falsche Sachen suggeriert. So steht dick auf dem Cover „Ein Steven Seagal Film“, was so nicht wirklich zutrifft. Dieser hat den Film nur produziert und spielt weder mit, noch hat er Regie geführt. Zum anderen steht mir Michael Biehn zu sehr im Vordergrund. Kam noch die HK DVD mit zwei DVD’s daher, gibt es beim Sunfilm Pendant nur eine DVD mit recht dürftigen Extras. Hier gibt es nur einen Trailer und Texttafeln zu bestaunen. Die vielen Extras der der HK DVD bleiben einem hierzulande verwehrt. Immerhin macht der massive Metallschuber einiges her!

 

FAZIT:
Nachdem ich den Film damals auf meiner Hongkong DVD sah, war ich ziemlich enttäuscht, da etwa zur gleichen Zeit mit Sha Po Lang ein derber Knaller auf uns zugelassen wurde. Auch beim zweiten Sichten änderte sich meine Meinung kaum. Ich finde den Film einfach zu hektisch und ich kam damit einfach nicht klar. Da kann auch die Hochglanzoptik nicht mehr viel retten. Kein wirklich schlechter Film, doch ich habe um einiges mehr erwartet.

Bild – 7,5/10
Ton – 9/10
Bonus – 3/10
Film – 6/10


[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Sunfilm zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]