Was hab ich mich auf diesen Film gefreut! Während ich nach der ersten Ankündigung noch dachte, dass wir einen Streifen in Richtung Street Fighter bekommen, wurde nach sichten des ersten Trailers alles besser. Dieser versprach einfach nur ein dummes Popcornfilmchen mit hübschen Frauen und stylischen Kämpfen. Ob meine hohen Erwartungen an einen hirnlosen Film erfüllt wurden, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.
Originaltitel: DOA: Dead or Alive
Regie: Corey Yuen
Darsteller: Jaime Pressly, Holly Valance, Sarah Carter, Devon Aoki, Natassia Malthe, Eric Roberts
Laufzeit: 82
FSK: 12
Ton: Deutsch (DD 5.1, DTS 5.1), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Regionalcode: 2
Bildformat: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
TV-Norm: Pal
Produktion: 2006
Erschienen: 22.02.07
Vertrieb: Constantin Film/Highlight
Preis: 17€
Film:
Der Film basiert ja bekanntlich auf der Prügelspielserie Dead or Alive, welche auf Sega und Sony Konsolen zu Ruhm kam, doch nun leider auf der Xbox dahinsiecht. Von daher kann man natürlich in Sachen Hintergrundgeschichte nicht sonderlich viel erwarten. Donovan (Eric Roberts) lädt mal wieder zu einem seiner bekannten, doch illegalen Turnieren, dem sogenannten DoA, ein. Aufgrund eines Preisgeldes von 10 Millionen Doller, lässt sich die Elite des asiatischen Kampfsports natürlich nicht zwei mal bitten, wobei die meisten einen anderen Grund haben hier anzutreten. Christie (Holly Valance) hat es zum Beispiel auf die 100 Millionen Doller im Safe abgesehen, während Kasumi (Devon Aoki aus Sin City) auf der Suche nach ihrem Bruder Hayate (Collin Chou) ist. Tina (Jaime Pressly) dagegen will endlich beweisen, dass sie auch richtig kämpfen kann und Helena (Sarah Carter) will ihren, leider verstorbenen, Vater stolz machen. Die anderen bekannten Dead or Alive Charaktere spielen hier eine eher untergeordnete Rolle und fungieren entweder als Handlanger von Donovan (Derek Boyer alias Bayman), als Leibwächter von Kasumi (Kane Kosugi alias Hayabusa), dumme Sprüche Reiser (Brian J. White alias Zack) oder als Futter für die anderen im Kampf (zum Beispiel Fang Liu und Ying Wang alias Gen Fu und Leifang). Ayane (Natassia Malthe), welche für viele ja die beste Dead or Alive Kämpferin ist, spielt leider ebenfalls nur in einer größeren Nebenrolle mit. Ach ja, das Turnier ist für Donovan nur ein Vorwand, um seine wahren Absichten geheim zu halten. Er will sich nämlich mittels Nanorobotern die Kampfstile aller Teilnehmer einverleiben ... über eine Sonnenbrille. Alles klar?!?

Ja die Story ist dumm! Aber so dumm, das sie einfach nicht weiter nervt. Man muss nicht nachdenken oder kombinieren. Man kann sich einfach nur von den hübschen Mädels und den stylischen Kämpfen berieseln lassen. Schon alleine die ersten fünfzehn Minuten geben so viel Gas, dass man einfach nicht zum Atmen kommt! Hier werden nämlich alle Hauptdarstellerinnen kurz in einer hübschen Actionsequenz vorgestellt. Kommen wir nun zu den Kämpfen, welche es ziemlich in sich haben. Zwar gibt es auch einige nicht sonderlich toll choreographierte Kämpfe, doch der größte Teil weis zu überzeugen. Tolle Schnitte, heftige Kamerafahrten und eine, Entschuldigung, geile Hochglanzoptik! Die Kameraarbeit ist wirklich nicht schlecht und hat die wichtigsten Details immer im Blick. Und um was es sich bei diesen Details handelt könnt ihr euch sicher denken. Der Film macht keinen Hehl daraus das die Frauen die Hauptattraktion und die Männer das Hauptpublikum sind. Panty shoots und tolle Close Ups sind die Folge. Mag sein, dass die holde Weiblichkeit hier keinen übergroßen Vorbau wie in der Videospielserie besitzt, doch so schaut es wenigstens realistischer und in meinen Augen auch appetitlicher aus.

Neben den tollen Kämpfen gibt es auch immer wieder ein paar Gags, die so platt sind, dass man sie schon wieder lustig findet. Sei es Zack mit seinen sexuell anrüchigen Sprüchen oder Bass mit seinen Kommentaren zu seiner Tochter in Bezug auf ihre sexuellen Vorlieben. Bei den Dialogen fand ich allerdings die unfreiwillige Komik etwas nervig. Das die weiblichen Hauptrollen wohl eher durch ein optisches als schauspielerisches Casting mussten kann man sich dabei fast denken. Hier hätte man sich teilweise nicht so ernst nehmen sollen. Schade fand ich auch, dass zum Beispiel Hayabusa so ein halbes Hemd war und rein gar nichts mit der Videospielvorlage zu tun hatte. Das dagegen Christie keiner Killerin mehr ist, war genauso zu verschmerzen wie auch das Helena im Film keine Opernsängerin ist. Mehr gibt es dann auch schon nicht mehr zu sagen, außer, dass es sogar eine Volleyballszenen in den Film geschafft hat. Ein letztes Wort noch zu den Computeranimation. Diese kommen recht erbärmlich daher und werden selbst von den Rendersequenzen in der Videospielvorlage ausgestochen!

Bild:
Solch ein Hochglanz Filmchen benötigt natürlich auch ein tolles Bild und da hat sich Constantin zum Glück keinen Schnitzer erlaubt. Zwar könnte das Bild einen Tick schärfer sein, doch dafür gibt es keinerlei Defekte und das Kompressionsverhalten ist ebenfalls sehr zurückhaltend. Dazu gibt es knallige Farben und ein schönes Kontrastverhältnis.
Ton:
Hier hat man sich ebenfalls nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Zwar kommt der Sound etwas zu frontlastig daher, dennoch kommt durch die Umgebungsgeräusche ein guter Raumklang zustande. Unterschiede zwischen dem deutschen DD 5.1 und dem deutschen dts 5.1 konnte ich nicht vernehmen.
Bonus:
Das vorhandene Making Of ist recht nett, wobei es leider größtenteils aus Filmszenen besteht. Daneben gibt es noch acht Interviews, während man im „Hinter den Kulissen“ Feature mehr über die Stunts erfährt, als im Making Of. Leider unkommentiert. Die Deleted Scenes bestehen größtenteils aus witzigen Szenen, doch auch einige längere Kampfszenen sind zu sehen. Zu guter Letzt, gibt es noch einen Storyboardvergleich zum Fallschirmsprung, sowie die übliche Trailershow.

FAZIT:
Hach ja, was hab ich mich bei diesem Film amüsiert. DOA ist genau das geworden, was ich mir erhofft hatte. Ein richtig schönes, kleines, dummes Filmchen für zwischendurch. Einfach Hirn aus und Film rein. Wenn ich so in meine DVD Regale schaue, fällt mir immer auf, dass ich viel zu viel anstrengende Filme habe, da tut so ein Film wie DOA mal ganz gut. Das alles wurde zudem auf eine technisch wirklich gute DVD gepackt. Fans der „Drei Engel für Charlie“ werden an diesem Film ihre Freude haben.
Bild – 8/10
Ton – 8/10
Bonus – 5/10
Film – 8/10
[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Constantin Film/Highlight zur Verfügung gestellt]
[Review verfasst von Shagy]