Halloween 1969. Gerade als der 21-jährige Alan Parker, getrieben von Todesvisionen, einen Selbstmordversuch begeht, stürzt seine Freundin Jennifer mit einer Überraschungs-Geburtagsparty ins Zimmer. Als letzte Konsequenz schickt sie ihn daraufhin in die Wüste. Anscheinend liebt ihn wirklich niemand außer seiner Mutter. Um so schockierender ist es als er erfährt, dass seine Mutter nach einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt. Von schlimmsten Visionen getrieben, begibt er sich sofort per Anhalter nach Hause. Dabei wird er von George Staub mitgenommen, der eigentlich vor 2 Jahren gestorben ist. Ein finsterer Trip durch sein Leben beginnt und an dessen Ende muss er eine Entscheidung treffen...
Originaltitel: Stephen King\'s Riding the Bullet
Regie: Mick Garris
Darsteller: Jonathan Jackson, David Arquette, Barbara Hershey, Erika Christensen
Laufzeit: 96 Minuten
FSK: 16
Ton: Englisch, Deutsch
Untertitel: keine
Regionalcode: 2
Bildformat: PSP angepasst (16:9 anamorph)
Produktion: 2004
Erschienen: 20. Oktober 2005
Vertrieb: Mc One GmbH
Preis: 25€
Basierend auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Stephen King hat Mick Garris erneut auf Stoff von Stephen King zurückgegriffen und verfilmt. Irgendwie hat er es aber nicht so gut hinbekommen wie in der Vergangenheit. Die Spannung will einfach nicht aufkommen und die ersten 45 Minuten des Film hätte man auch getrost herausschneiden können, denn die Kurzgeschichte setzt auch erst kurz vor dem Eintreffen Peter Staubs ein. Ab da wird der Film halbwegs fesselnd, dank der guten schauspielerischen Leistung von Davids Arquette. Das gesamte Vorgeplänkel ist nicht nur langatmig und uninteressant, sondern zudem auch ziemlich überflüssig. Filmisch gekonnt eingesetzt sind jedoch die Visionen, die Alan regelmäßig überkommen.

Bild:
Die Bildqualität ist nahezu über den gesamten Film konstant gut. Ruckelnde Bilder treten nur bei extrem schnellen Bildwechseln auf, die zudem sehr selten vorkommen. Störender fallen Bildrauschen und grieselige Stellen bei starken Kontrasten ins Auge. Schwarze Flächen werden regelmäßig nicht sauber dargestellt. Sie grieseln oder schimmern grau. Bei einem zu über der Hälfte bei Nacht spielenden Film schon ein gehöriger Makel. Die Schärfe der Bilder ist ansonsten nicht zu bemängeln.
Ton:
Viel bleibt da nicht zu sagen. Zwei Audiospuren: Deutsch und Englisch. Das ist einfach zu dürftig. Beide Tonspuren sind passabel, für die mitunter blöden Dialoge können die Sprecher schließlich nichts. Etwas zu monoton klingt die deutsche Stimme von Alan Parker, dafür bleiben alle Stimmen stets verständlich und die Hintergrundgeräusche stehen in guter Abmischung zur Sprache.
Die Stimmen in der englischen Sprachausgabe sind im Gegensatz zu deutschen Synchronisation erheblich leiser, bleiben aber selbst über die PSP-Lautsprecher verständlich. Cooler ist die Originalsprache aber schon.
Musikalisch untermalt wird alles von altbekannten Songs, die man mit Sicherheit schon einmal gehört hat, aber einfach nicht einordnen kann in welches Jahrzehnt sie denn nun wirklich gehören.
Bonus:
Wie bei fast allen UMD Filmen üblich, kommt auch diese UMD ohne Bonusmaterial daher. Kein Trailer, kein Making of, nichts. Nicht einmal Untertitel zur englischen Audiospur hat man auf die UMD gepackt.

FAZIT:
Riding the Bullet bleibt ganz klar hinter meinen Erwartungen zurück. Aus einer wirklich genialen Kurzgeschichte ist eine relativ langweilige Verfilmung geworden, die trotz ihrer 96 Minuten einfach zu lang ausfällt. Es gibt definitv bessere Stephen King Verfilmungen wie auch schlechtere. Einzig David Arquette sticht mit seiner schauspielerischen Leistung hervor. Riding the Bullet entspricht einfach nur dem, was ich von TV-Verfilmungen kenne. Diesen Mangel weiß auch die Ausstattung der UMD nicht zu kaschieren. Zwei Audiospuren und das wars. Der hohe Verkaufspreis ist bei lediglich einer guten Bildqualität und einer soliden deutschen Sprachausgabe jedoch nicht gerechtfertigt.
Bild: 8/10
Ton: 5/10
Bonus: -/10
Film: 5/10

[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von McOne zur Verfügung gestellt]
[Review verfasst von Justicer]