Ong-Bak

12. December 2005

Ong-Bak

Der Film hat für viel Aufregung gesorgt, was vor allem auf die genialen Stunts und Kämpfe zurückzuführen ist. Leider waren alle internationalen Fassungen gegenüber der Thai Fassung geschnitten. Vor einer Weile erschienen zumindest in Australien und England eine uncut DVD, wobei ich mir die australische kaufte. Doch da es sich bei Ong-Bak um einen ziemlich kurzweiligen Film handelt, schreite meine PSP förmlich nach einer UMD Umsetzung. Diese ist nun über McOne erschienen und ich hab, trotz vier Minuten Kürzungen und anderen Änderungen durch Luc Besson, zugegriffen.



Originaltitel: Ong Bak
Regie: Prachya Pinkaew
Darsteller: Panom Yeerum, Pumwaree Yodkamol, Petchtai Wongkamlao, Rungrawee Barijindakul
Laufzeit: 100
FSK: 16
Ton: Deutsch
Untertitel: -
Regionalcode: 2
Bildformat: PSP angepasst (16:9 anamorph)
Produktion: 2003
Erschienen: 24.11.2005
Vertrieb: McOne
Preis: 18€


Story:
Zur Story will ich nicht wirklich viel sagen, da sie mehr als nur nebensächlich ist. Aus einem kleinen Dorf wird vom heiligen Buddha Ong Bak der Kopf gestohlen, welcher dem Dorf bislang immer Glück gebrach hat. Nun da er weg ist, fällt das Unglück über das Dorf herein und so trocknet unter anderem der Brunnen aus. Um den Kopf des Buddha wiederzubeschaffen, wird kurzerhand Ting (Panom Yeerum alias Tony Jaa) nach Bangkok entsannt. Dort hat er auch schon eine Spur, doch leider wird die Sache nicht ganz so einfach und Ting muss seine Kampfkünste mehr als ein mal unter Beweis stellen. Aber das ist auch gut so, denn die Kämpfe sind ja der hauptsächliche Reiz an dem Film.


Und eigentlich auch der einzige, denn weder die Story noch die Charaktere können einem hintern Ofen vorlocken. So ist die Story nur ein schwaches Alibi und die schauspielerischen Leistungen befinden sich auf ziemlich niedrigen Niveau. Somit lassen sich die Kürzungen letztendlich verschmerzen, da der Film dadurch doch etwas kompakter wird. Wie schon erwähnt, sind die wahren Highlights die genialen Kämpfe, welche wirklich atemberaubend choreographiert wurden. Tony Jaa springt durch Stacheldraht, macht in den unmöglichsten Situationen die tollsten Spagate, rutsch unter Autos hindurch oder läuft einfach über eine Gruppe Menschen, wobei so etwas wie Wirework der Film nicht kennt! Bei den Kämpfen fiel mir dabei mehrmals die Kinnlade runter und Tony Jaa gibt eine geniale Vorstellung von sich. Es wird ein Stunt an den anderen gereiht und förmlich zelebriert. Filmisch wurden die Kämpfe zudem recht ansprechend geschnitten und immer mal wieder aus anderen Kameraperspektiven wiederholt. Ein bisschen mehr Dynamik, wäre aber nicht schlecht gewesen, da einige Wiederholungen den Fluß aus der Szene nehmen. Abgerundet wird der Film durch ein paar schöne Farbfilter, Zeitraffereffekte und einer - leider etwas zu langezogenen - Verfolgungsjagd mit Rikschas.


Schnitte:
Wie bereits eingangs erwähnt, ist der internationale Cut von Luc Besson zum einen ca. vier Minuten kürzer als die Thai Fassung und zum anderen wurde teilweise die musikalische Untermalung etwas abgeändert. Zum größten Teil fehlen hier ein paar Storybrocken und fast alle Szenen worin Drogen vorkommen. Des weiteren ist der Endkampf um eine Szene kürzer, welche allerdings nicht wegen der Brutalität geschnitten wurde. Anscheinend sah die Szene für Besson zu undynamisch aus. Die Szene, wo Ngek tot im Krankenhaus liegt, ist ebenfalls der Schere zum Opfer gefallen. Letztendlich sind die Schnitte nicht wirklich gravierend und ich habe sie auch nicht wirklich beim Sehen vermisst. Dennoch hab ich es natürlich lieber, wenn ein Film komplett ist. Die deutsche DVD, auch von McOne, besitzt ebenfalls nur den internationalen Cut. Wer die ungeschnittene Fassung haben will, muss zur australischen (welche ich besitze und wirklich ausgezeichnet ist), englischen oder Hongkong DVD greifen. Die Thai und Süd Korea DVD’s besitzen leider keine englischen Untertitel.


Bild:
Das Bild der UMD befindet sich auf gehobenen Niveau und bietet eine gelungene Schärfe, kommt allerdings nicht an das Bild eines Spider-Man 2 ran. Das Bild der "xXx: The Next Level" UMD bleibt somit weiterhin unerreicht! Der Kontrast überzeugt aber und ein Rauschen oder Artefakte sucht ihr vergebens. Leider ziehen die Bewegungen der Akteure nach, was ziemlich stark auffällt und auch stört.

Ton:
Wie immer bei der PSP (egal ob beim Film oder Spiel), solltet ihr die Kopfhörer benutzen, da die Lautsprecher bekanntlich ziemlich schwach auf der Brust sind. Mit den Kopfhörern dagegen bekommt ihr einen sehr guten Klang der vollends überzeugt. Der fehlende Originalton sorgt für Punktabzug. Der Soundtrack ist auch nicht wirklich erwähnenswert, da ersten so gut wie gar nicht vorhanden und zum anderen nervt das vorhandene nicht.

Bonus:
Auf der UMD befinden sich keinerlei Extras und auch nur die deutsche Syncro.


FAZIT:
Ong-Bak ist kurzweilige Action ohne jeglichen Storyanspruch. Aber das ist nicht weiter schlimm, da die Action wirklich 1A ist und einen mehr als einmal staunen lässt. Selbst Jackie Chan Verehrer klappt die Kinnlade sicher mehr als nur einmal herunter. Leider bietet die UMD nur die deutsche Synchronisation und keinerlei Extras zu einem ziemlich hohen Preis, wenn man bedenkt, dass die Doppel DVD weniger kostet. Aber das ist ja ein generelles Problem bei UMD Filmen. Martial Arts Fans werden aber an Ong-Bak ihre helle Freude haben und schon dem neusten Film mit Tony Jaa entgegenfiebern.

Bild – 7,5/10
Ton - 8/10
Bonus – 0/10
Film - 8/10


[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von McOne zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]