Inu Yasha: Affections touching across time

02. December 2005

Inu Yasha: Affections touching across time

Die Serie erscheint schon seit über einem Jahr bei AL!VE AG / Red Planet und dies überaus erfolgreich. Da war es nur eine Frage der Zeit, bevor nicht auch die Filme hierzulande erscheinen. Nun ist es soweit und der erste Film hat unsere Gefilde ereicht und dies in einer überaus schönen Veröffentlichung.



Originaltitel: Inuyasha - Toki wo koeru omoi
Regie: Toshiya Shinohara
Darsteller: -
Laufzeit: 100min
FSK: 12
Ton: Deutsch (DD 5.1, dts 5.1), Japanisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Regionalcode: 2
Bildformat: 16:9 (anamorph)
TV-Norm: PAL
Produktion: 2001
Erschienen: 28.11.2005
Vertrieb: AL!VE AG / Red Planet
Preis: 23€


Story:
„Der Film fängt mit der Sequenz an, in der das magisches Juwel Shikon no Tama in tausend Splitter zerspringt und in alle Himmelsrichtungen verteilt wird. Einer der Splitter landet, wie es der Zufall will, an einem Baum wo auch gleich ein böser Dämon nach 200 Jahren wieder erwacht. Sein Name ist Menoumaru und sein Vater Hyouga wurde, wie der Zufall es will, von Inu Yashas Vater bezwungen, der ihn verbannte. Der Sohnemann sinnt nun natürlich nach Rache und will sich nebenbei noch Inu Yashas Schwert Tessaiga unter den Nagel reisen. Nach dem Erwachen von Menoumaru schwenk die Kamera nun zu Inu Yasha und seinen Gefolgsleuten um, die einem in einer schönen Kampfszene mit einem Riesenskorpion vorstellt wird. Da wären neben Inu Yasha zum einen ein kleines Fuchswesen Namens Shippou, welches sich in alles mögliche verwandeln kann. Des weiteren gibt es noch den Mönch Miroku der sich immer wieder an hübsche Mädels ranmacht und selbst Kollegin Sango ist nicht vor Krabschattacken sicher. Zuletzt hätten wir dann noch Kagome, die zum einen dafür verantwortlich ist, dass das Juwel in tausend Splitter zerbrochen ist und zum anderen Inu Yasha wieder aufgeweckt hat (mehr zur Hintergrundgeschichte gibt es in der Bonussektion der DVD). Kommen wir nun aber wieder zu Menoumaru zurück der wie gesagt mächtig scharf auf Inu Yashas Schwert Tessaiga ist und alles daran setzt es zu bekommen! Natürlich scheint die Lage für Inu Yasha und Co. aussichtslos...“


Es geht gleich in die vollen und die Geschichte wird ziemlich flott und ohne Längen erzählt. Selbst auf ein eigenes Intro muss man verzichten, denn dieses ist nahtlos in den ersten Kampf gegen den Skorpion integriert. Leider hat dies auch zur Folge das auf die Charaktere wenig eingegangen wird, doch dies ist zum Glück nicht weiter hinderlich. Das tolle an Inu Yahsha war stehts, dass es neben viel Action auch eine gehörige Portion Slapstick gibt. Da Kagome damals Inu Yasha befreit hat, kann sie ihn auch in gewisser weise kontrollieren. Wenn also Inu Yasha mal frech sein sollte, ruft Kagome einfach laut „SITZ!!!“ und Inu Yasha bekommt eins auf den Deckel. Auch der Floh Myouga und der Frauengrabscher Miroku sind immer wieder für einen Lacher gut. Die sehr gute deutsche Syncro trägt ebenso bei und ist teilweise ziemlich derbe und beinhaltet so einige Schimpfwörter.

Das Charakterdesign ist ziemlich gut und die flüssigen Animationen wissen ebenfalls zu gefallen. Von Standbildern oder Loops bleibt man zum Glück auch verschont. Der Detailgrad ist bei allen Figuren und der Umgebung ebenfalls auf hohem Niveau, was für den Soundtrack ebenso zutrifft. Dieser ist zwar teilweise schon aus der TV Serie bekannt, wurde jedoch neu abgemischt. Alles in allem ist der erste Inu Yasha Film Qualitativ auf sehr gutem Niveau.


Bild:
Die Farben kommen schön leuchtend und kräftig daher. Auch die Schärfe kann überzeugen, wobei das häufige Nachziehen und teilweise auftretende Ruckeln der Animationen schon etwas stört.

Ton:
Der Ton kann hier ebenfalls überzeugen und besticht durch einen sehr guten Raumklang. Die deutsche Syncro weis auch zu überzeugen und geht einem nicht auf die Nerven. So greifen die Dialoge direkt auf das japanische Drehbuch zu und sind nicht so abgeschwächt wie damals im Fernsehen. Außerdem sind die Stimmen um einiges besser! Der Dank dafür geht wohl an das Inu Yasha Fanprojekt.

Bonus:
Die DVD kommt in einem echt hübschen Steelbook daher, welches schön blau metallic glänzt. Darin befindet sich neben der DVD noch ein Einlageblättchen, welches diverse Redewendungen der japanischen Sprache erklärt. Diese Übersetzung kann man auch im Film selbst zuschalten. Immer wenn ein Begriff auftaucht, wird dieser synchron am oberen Bildschirm übersetzt (ähnlich wie bei den meisten Fan Subs). Leider kann man die normalen Untertitel nicht gleichzeitig mit einblenden lassen. Das besondere an der DVD ist auch, das ein Inu Yasha Fan Projekt mit integriert wurde. Dadurch ist die Veröffentlichung noch näher am Original, als andere Anime DVD’s. Damit auch Neulinge keine Schwierigkeiten haben, gibt es zudem noch eine 35-minütige Dokumentation über Inu Yasha. Eine Bildergalerie mit 34 Bildern (viele Charakterskizzen und Artworks) und die Trailer zum zweiten und dritten Film dürfen auch nicht fehlen. Die Menus wurden allesamt animiert und mit Musik unterlegt. Der Endingsong wurde zudem auch deutsch übersetzt und selbst den japanischen Wortlaut kann man mitlesen und somit auch mitsingen.


FAZIT:
Der erste Film beinhaltet genau das, was man an der Serie liebt. Es gibt ausgiebige Action, eine menge Slapstick und sehr gute Animation. Die Geschichte wird zudem flüssig und vor allem schnell und kurzweilig erzählt. Es kommt einfach keine Langeweile auf. So wie der Film zu überzeugen weis, kann es auch die DVD. Das Bild ist recht gut und die deutsche Syncro überzeugt durch eine teilweise ziemlich derbe Sprache. Fans der Serie machen bei dieser schönen Veröffentlichung jedenfalls nichts verkehrt und auch Neulinge, welche die Serie nicht kennen, sollten einen Blick auf diesen unterhaltsamen Fantasy Anime werfen!

Bild - 7/10
Ton - 8/10
Bonus - 7/10
Film - 8/10


[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von AL!VE AG / Red Planet zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]