„Japans harte Version von „Buffy““ steht groß auf dem Cover, doch letztendlich kann ich jetzt schon sagen, das die „Eko Eko Azarak“ Serie nicht wirklich viel mit „Buffy“ gemein hat. Zum Glück sag ich da als überzeugter „Buffy“ Gegner! In Wahrheit ist die 4-teilige B-Movie Filmreihe eine ziemlich trashige Serie über schwarze Magie und Satan mit ordentlich Gore und kreischenden Mädels.
Originaltitel: Eko Eko Azaraku / Eko Eko Azaraku II
Regie: Shimako Sato
Darsteller: Kimika Yoshino, Miho Kanno, Naozumi Takahashi, Ryôka Yuzuki, Chieko Shiratori, Akira Otani
Laufzeit: 82 / 83
FSK: 16
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Ton: DD5.1 (Deutsch), 2.0 (Japanisch)
Regionalcode: 2
Bildformat: 1:1,85 Anamorphic Widescreen
TV-Norm: PAL
Produktion: 1995 / 1996
Erschienen: 26.09.2005
Vertrieb: I-On New Media
Preis: je 15€
Story:
| Die Geschichte kommt ohne großen Ballast daher und dient nur als Gerüst für den Splatter Spaß. „So sieht man am Anfang diverse vermummte Kapuzenträger unverständliche Beschwörungen von sich geben und zeigt diese im Wechsel zu einer Frau die durch das nächtliche Tokio rennt. Dann sieht man nur noch wie die Satansanhänger den Kopf einer Puppe zerdrücken. Tja...was mag nun passieren? Richtig...der Kopf der Frau wird nach dieser Szene auf der Straße verteilt. Nach dem rasanten Anfang, schaltet der Film kurz zurück und stellt die Charaktere vor. So bekommt eine Klasse die neue Schülerin Misa Kuroi (Kimika Yoshino – Unlucky Monkey), welche eine etwas dunklen Vergangenheit mitbringt. An allen Schulen wo sie vorher war, starben nämlich alle Menschen die sich in ihrer Nähe aufgehalten haben. Natürlich passiert das gleiche auch an der neuen Schule, nachdem ein Schüler 5 Morde in der Stadt Tokio durch Linien auf einer Karte miteinander verbindet und dabei ein Pandagram entsteht in dessen Mitte sich – welch ein Zufall - die Schule befindet. So werden 13 Schüler zum Nachsitzen verdonnert, doch da das mit der Zeit ziemlich langweilig wird und weit und breit kein Lehrer mehr anwesend ist, denken sich die Männer einfach die Schule zu verlassen und etwas Spaß zu haben, während die Mädels sitzen bleiben. Leichter gesagt als getan, denn alle Ausgänge sind leider verschlossen. Nun zieht der Film wieder gehörig an und die Zahl welche mit Kreide an die Tafel geschrieben wurde, wird wie von Zauberhand immer kleiner, bis zum Effektreichen Showdown.“ |

| Im ersten Teil hat man ja nun nicht wirklich viel Story serviert bekommen, weshalb sich die Regisseurin Shimako Sato wohl einfach dachte, dass der zweite Teil ein Prequel werden sollte. So spielt „Eko Eko Azarak – Birth Of The Wizard“ vor den Ereignissen von „Wizard Of Darkness“ und erzählt „wie Misa ihre Fähigkeiten erlernt und ihre Bestimmung als Hexe erfährt. Der Anfang ist ähnlich rasant wie in der ersten Verfilmung. Dieses mal will Misa bei sich eine kleine Party geben, doch leider ist der Alkohol schon alle. So stiefelt sie mit Freundin zum nächsten Kiosk und besorgt Nachschub. Als sie zurück zu ihre Wohnung kommt, ist aber nicht mehr viel von der Partystimmung vorhanden, da die Gäste allesamt Mausetot sind. Sich erholen kann sich Misa aber leider nicht, da der Mörder noch in der Nähe ist und sich auch gleich ihr vorstellt. Damit der Film nicht hier schon zu Ende ist, kommt der Geheimnisvolle Saiga Misa zur Hilfe. Nachdem er ihr noch weiter aus der Patsche geholfen hat, vertraut Misa endlich Saiga der ihr nun zeigt wie sie ihre Kräfte benutzen kann. Ihr Gegner schimpf sich dieses mal Kirie und ist eine mächtige Hexe die in die Körper der Menschen schlüpfen kann. Nachdem sich Misa’s Freunde immer mehr dezimieren, muss sie sich letztendlich der Hexe stellen.“ |

Regisseurin Shimako Sato hat sich einfach an allem bedient was nur im entferntesten mit Mystik, Satanismus, Voodoo oder Hexen zu tun hat. Das hat sie alles unbeschwert ohne größere Bedeutung oder Erklärung einfach in einen Topf geworfen und ordentlich durchgerührt. Es ging ihr einfach um schnelle und spannende Unterhaltung und das ist ihr bravourös gelungen! So gibt es massig an Laiengewäsch in Sachen schwarzer Magie, wirklich unheimlich viel Blut, einen perversen Lehrer der gern mal unter den ein oder anderen Rock grapscht und eine muntere Sexszene zwischen einer Lehrerin und einer ihrer Mitschülerinnen. Dazu werden die Mitschüler im Minutentakt brutalst abgeschlachtet, zerhackt, geköpft oder ertrunken. An Fantasie hat es Regisseurin Shimako Sato jedenfalls nicht gemangelt und ich fragte mich bei jeder Szenen, warum der Film eine FSK 16 hat. So ganz ohne Gefühle geht es dann letztendlich aber auch nicht und es gibt muntere Intrigen, Liebe und Hetzerreihen innerhalb der Gruppe. Optisch weis der Film mit seinen düsteren Ambiente, Farbfilter und den hübschen Mädels (Kimika Yoshino ist Model) ebenfalls zu begeistern und am Ende wird Manga typisch noch einmal kräftig auf den Putz gehauen! Der Film setzt auf das was zählt! Es gibt massig Gore, hübsche Frauen im Schuldress, Sex und einfach nur Spaß!
Teil 2 hätte nach „Wizard Of Darkness“ noch einen draufsetzen können, doch am Ende ist es dem Prequel nicht wirklich gelungen. So hat man neben den ganzen positiven leider auch die negativen Sachen übernommen. Im Mittelteil ist mir der Film auch zu ruhig und Regisseurin Shimako Sato versuchte hier tatsächlich so etwas wie Story zu integrieren. Das klappt aber nicht wirklich und somit zieht sich der Mittelteil etwas, bevor es am Ende wieder eine gehörige Portion an Special FX gibt und ordentlich in die Trickkiste gegriffen wurde. Zudem gibt es diesem mal keine Erotikszene, aber dies nur am Rande.

Bild:
Das Bild ist leider bei beiden Teilen echt mies geworden. Es ist verdammt verwaschen, unscharf und rauscht an allen Enden. Denk aber das es unter anderem am Ausgangsmaterial liegt, denn immerhin handelt es sich bei den Filmen nur um eine Low-Budget Produktion. Mir ist es auch teilweise viel zu dunkel und Details sind nicht wirklich erkennbar.
Ton:
Gleich zu Beginn fiel mir die echt schlechte deutsche Syncro von Teil 1 auf. Im Nachfolger ist diese aber zum Glück um einiges besser und auch hörbar. Ansonsten ist der Ton nicht ganz so schlecht wie das Bild und die Effekte und Dialoge sind gut zu hören.
Bonus:
Beide DVD Veröffentlichungen befindet sich in einem schicken Pappschuber, welcher allerdings das gleiche Cover hat wie das Amaray. Wirklich viel gibt es in den Bonussektionen nicht zu sehen, aber die Interviews sind recht gut geworden.
Eko Eko Azarak I – Wizard Of Darkness:
Neben 15 Trailern aus dem I-On New Media Programm findet ihr noch ein Einzelinterview mit Regisseurin Shinako Sato und mit Hauptdarstellerin Kimika Yoshino. Neben dieses Einzelinterviews gibt es noch eine Interviewrunde mit beiden zusammen. Abgerundet wird alles mit einem 17-minütigen Making Of und einem 13-sekündigen Ausflug auf die Japanpremiere.
Eko Eko Azarak II – Birth Of The Wizard:
Hier ist es ein ähnliches Bild. Neben 15 Trailern aus dem I-On New Media Programm und einem Einzelinterview mit Regisseurin Shinako Sato und mit Hauptdarstellerin Kimika Yoshino, gibt es noch eine Interviewrunde mit Shinako Sato, Kimika Yoshino und Chieko Shiratori. Das Making Of geht diesem mal ca. 6 Minuten und der Premierenausflug ca. 7 Minuten. Der Promotion Trailer rundet die Bonussektion ab.

FAZIT:
Zumindest Teil 1 der Manga Verfilmung - die Vorlage stammt aus den 50zigern und läuft immer noch ziemlich erfolgreich – kann man bedenkenlos empfehlen, sofern man für solch trashige B-Movie etwas übrig hat. Ihr bekommt ordentlich Splatter, ne naive Story, ne hübsche Lesbenszene und könnt euch einfach nur berieseln lassen. Der Film macht halt einfach Spaß, obwohl der Film ziemlich ernst nimmt aber dabei nicht unfreiwillig komisch wirkt. Das Prequel kann da leider nicht wirklich mithalten und kommt etwas schlechter daher. Spaß macht der Film aber wegen den hübscheren Effekten dennoch. Hier gibt es halt von allem mehr...mehr Splatter aber eben auch größere Logiklöcher.
| Eko Eko Azarak I – Wizard Of Darkness: Bild - 4/10 | Eko Eko Azarak II – Birth Of The Wizard: Bild - 4/10 |