Da die drei Tagbücher Specials in erster Linie aus meiner Sicht geschrieben wurden, wäre es eigentlich mehr als fair, wenn auch die anderen in ausführlicher Weise zu Wort kommen. Deshalb habe ich Zuckerbrot und Peitsche ausgepackt und sie solange genervt, bis sie endlich auch ihre Meinung in geschriebener Form abgegeben hatten.
Mein persönliches Highlight war übrigens, mich selbst noch am Mittwochabend groß in den NTV Nachrichten bei der PS3 Vorstellung zu sehen. Das war zur Abwechslung mal wirklich genial – schade nur das kein anderer (!), den ich kenne, das gesehen hat. Berühmt und doch Unbekannt....
.ram
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Shagy meint:
Die Enttäuschung bei mir war anfangs schon recht groß, als Sony bekannt gab, ihre PS3 nicht in der Öffentlichkeit zu zeigen. Selbst hinter verschlossenen Türen sah es nicht viel besser aus. Des Weiteren empfand ich das gezeigte PS2 Line-Up auch nicht sonderlich überwältigend und konnte somit nur hoffen, dass es wenigsten im Business Center einige Schmankerl zu sehen gab. Am Mittwoch stand zwar eigentlich das volle Presse Konferenzen Programm auf dem Plan, doch da wir bei fast allen Publishern persönliche Termine hatten, zogen wir nach dem Gespräch mit Sony erst mal durch die riesigen Hallen. Allem Anschein nach mussten einige Hersteller aber anscheinend kräftig sparen, da etliche Stände denen des Vorjahres entsprachen. Auch Sony hatte Teile des alten Standes wieder verwendet, jedoch auch neue Elemente hinzugefügt. So gab es neben einer netten B-Boy Ecke auch noch einen geräumigen Eye Toy Kinetic Stand. Die ganzen restlichen Entertainment Sachen wie Eye Toy Play, Singstar und Buzz bekamen ebenfalls genügend Platz zugesprochen. Ebenfalls viel Raum wurde auch der kommenden PS3 gewidmet, wobei mir der Stand zu groß bemessen war, schließlich wurden nur einige bekannte Trailer in einer Dauerschleife vorgeführt. Immerhin gab es aber wenigstens noch eine funktionsfähige PS3 hinter Glas zu bestaunen. Am Pressetag wurde die PS3 zudem aus der Glasvitrine befreit und konnte somit von jedem aus der Nähe bestaunt werden. Da hat es mir dann doch schon in den Fingern gejuckt! Immerhin durften wir das PS3 Pad einmal in die Hand nehmen, welches extrem leicht war (meiner Ansicht nach also ohne Rumble Funktion) und auch angeschaltet werden konnte. Das Pad lag wie ein normaler Dualshock 2 in der Hand und nur die überarbeiteten L2/R2 Tasten wiesen auf einen neuen Controller hin. Mir haben die neuen analogen L2 und R2 Tasten übrigens sehr gut gefallen, wobei sie sich wesentlich besser anfühlten, als die Schulterbuttons des Dreamcast bzw. XBox360 Controllers.
Als nächstes noch meine Tops und Flops in Sachen Spiele und Messe allgemein. So verschlug es mir beispielsweise bei Bioshock die Sprache, welches einen wirklich genialen Stil hatte – Düsternis gemixt mit bunten Farben – Super! Ebenfalls sehr angetan war ich von The Darkness, ebenfalls von Take 2. Bei beiden Spielen darf man ziemlich gespannt sein, in welcher Form sie nach Deutschland kommen werden, da beide ziemlich brutal sind. Bei Ubi Soft fiel mir bei Assassins Creed aufgrund seiner flüssigen Animation und dem Freeclimbing die Kinnlade runter, wobei es leider nur ein Gameplay Video zu sehen gab. Mein persönliches PS3 Highlight konnte man jedoch am Midway Stand in Form von Stranglehold bestaunen. Leider auch hier nur als Gameplay Video, doch was gezeigt wurde, rockte so ziemlich. Positiv überrascht wurde ich dann auch von Killzone: Liberation für die PSP. Grafisch sah es aufgrund toller Animationen und schöner Levels richtig gut aus und es spielte sich in meinen Augen auch ausgezeichnet. Neben Stranglehold war noch Scarface auf der PS2 die Überraschung für mich schlechthin. Neben seiner tollen Spielbarkeit, gab es flüssige Grafik und tolles Filmflair. Sehr schade fand ich dagegen, wie schon gesagt, Sony’s PS3 Politik. Nicht nur, dass Sony selbst nichts Spielbares zeigte, nein, so sah es Sony auch nicht gerne, wenn andere Hersteller PS3 Spiele zeigten (so ein EA Sprecher). Letztendlich durften wir dann doch noch, nach langem Überreden, die PS3 Version zu Need for Speed: Carbon live erleben und selbst Hand anlegen. Fragen zum Spiel, wurden von den Entwicklern jedoch augenzwinkernd abgewiesen. Auch nicht schön war der Cola Schock, den ich erlitten habe. So gab es bei jedem Hersteller etwas zu trinken. Nun ist es nun mal so, dass ich kostenlose Sachen ungern abschlage und meinen Magen mit Cola voll gepumpt habe - keine gute Idee. Sehr schön war dagegen das Live Konzert der Band Within Temptation, welche am Mittwochabend (präsentiert vom Spellborn Publsiher Fogster) in der Karthalle ihr Bestes gaben und dank Feuerwerk eine gelungene Show ablieferten.
Zum Schluss noch etwas zur Konkurrenz am Rande. Während mich Mircosoft selbst nicht interessierte, wollte ich natürlich unbedingt Nintendo’s Wii anspielen. Letztendlich war ich von den Spielen Mario Soccer, Tony Hawk’s Downhill Jam und Red Steel aber schwer enttäuscht. Während Red Steel die Möglichkeiten des Controllers noch recht gut umsetzte (ich spielte den E3 Level), benötigte man bei den anderen beiden eigentlich keine Wii-mote. Rayman Raving Rabbids (man zeigte nur Minigames) hat mich ebenfalls nicht überzeugen und letztendlich dafür gesorgt, das ich meinen geplanten Wii Kauf auf unbestimmte Zeit verschiebe.
Tops:
Flops:
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Flek meint:
Die Games Convention beginnt für uns meist schon Wochen vor dem eigentlichen Start. Denn schon im Voraus gibt es einiges zu tun, Terminplanung und Organisation stellen einen erheblichen Teil der Arbeit für die Messe dar. Doch, wenn man dann erst einmal auf dem Bahnhof in Leipzig angekommen ist und einen nur noch wenige Fahrminuten vom Ziel trennen, dann ist all das vergessen.
Aber was bietet die GC den Besuchern dieses Jahr eigentlich? Nun wie ich relativ schnell feststellte, hat der „normale“ Besucher nicht viel zu erwarten. Next Genearation gab es nur mit der Xbox 360, denn weder Nintendo noch Sony haben es geschafft, ihre neuen Systeme auf die Messe zu bringen. Auch das Restliche Line-Up war eher mau. Von den anspielbaren Sachen auf der Messe hat mir lediglich God of War 2, Scarface und Killzone Liberation wirklich gefallen. Lumines 2, Every Extend Extra und Guitar Hero 2 sind ohne Frage ebenfalls tolle Spiele, aber als “Musik/Rythmus Games” für eine dermaßen laute Veranstaltung leider alles andere als geeignet. Die wirklich interessanten Spiele gab es nur hinter verschlossenen Türen zu sehen, wobei mir besonders „Brothers in Arms: Hells Highway“, welches aufgrund der Next-Gen Power einiges an Atmosphäre gewinnt, gefiel. Die detailliere Grafik, der wuchtige Sound und die umfangreichen taktischen Möglichkeiten werden sicherlich wieder für ein atemberaubendes Erlebnis sorgen. Überhaupt kann ich den PS3 Release kaum mehr abwarten, Spiele wie „The Darkness“, „Assassins Creed“, „Rainbow Six Vegas“ & Co. Werden wieder für wenig Schlaf und viel Freude sorgen. Bis es aber soweit ist, kann ich mir die Zeit noch mit PS2 Games wie Scarface und Yakuza oder PSP Spielen á la Killzone: Liberation und Ghost`n`Goblins vertreiben.
Aber was ist mit Microsoft und Nintendo? Nun vom auf der Show gezeigten 360 Line-Up konnte ich mich nur für Lost Planet begeistern und eventuell beglückt uns Capcom ja irgendwann mit einer PS3 Version – wer weiß das schon? Eine der größten Enttäuschungen jedoch war Nintendo`s Wii. Spiele wie Mario Soccer oder Tony Hawk sind grafisch wirklich unter aller Kanone und was viel schlimmer ist, sie konnten mich auch spielerisch nicht überzeugen.
Tops:
Flops:
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Dimi meint:
Der diesjährige Besuch auf der Games Convention in Leipzig war nun mein zweiter in Folge. Zwar ist der Anreiseweg mit ca. 500 km ein wenig groß geraten, aber als Gamer macht man das eben mit. Auf jeden Fall kann ich mich noch gut erinnern, mit welcher Euphorie ich Anfang des Jahres Richtung GC geschielt habe. Schließlich dachte man ja noch zur damaligen Zeit, dass die Messe in Anbetracht der neuen Konsolen zu DEM Spätsommerhighlight des Jahres werden würde. Doch wie wir inzwischen wissen, kam alles anders, als erwartet: Nintendo ließ nur die Fachpresse an den Wii und die heiß ersehnte PlayStation 3 gab es nur in Form eines leblosen Vorführmodels. Doch war die Messe deswegen wirklich gleich schlecht? Meiner Meinung nach lautet die Antwort: Jein. Zwar gab es im Vergleich zur E3 oder TGS weitaus weniger interessante Spiele zum Anzocken, doch alles in allem machte es einfach Spaß, einen oder mehrere Tage unter Gleichgesinnten zu verbringen. Hinzu kommt die grandiose Atmosphäre der Messe.
Mein persönliches Highlight der Messe war auf jeden Fall der Konami Stand mit seiner großartigen Show. Wo sonst kriegt man schließlich die Möglichkeit die Trailer zu Metal Gear Solid: Portable Ops und Metal Gear Solid 4 – Guns of the Patriots in solch bombastischen Ausmaßen zu erleben. So erinnere ich mich selbst jetzt noch an die Gänsehaut, die ich beim Anblick des gealterten Snake im Kampf gegen die Gekkos bekommen habe. „Atmosphere at it’s best“ möchte man da fast schon sagen. Aber auch das Erscheinen von Pro Evo Macher Seabass Takatsuka ließ den Puls bei mir höher schlagen, wodurch ich der Messe am Ende doch noch was abgewinnen konnte. Und das trotz all der fehlenden spielbaren Next-Gen Highlights. Komischerweise erlebte ich in Sachen Spiele größtenteils nur Enttäuschungen. Angefangen mit dem hoch angepriesenen Sonic The Hedgehog bis hin zu dem langweiligen Tony Hawk’s Project 8. Lediglich Pro Evolution Soccer 6 konnte mich von seiner Qualität überzeugen, sodass ich mich nun umso mehr auf den Release im kommenden Herbst freue.
Tops:
Flops: