Games Convention 2006 - Tag 03

09. September 2006

Games Convention 2006 - Tag 03

Games Convention 2006 – OnPSX Tagebuch

In dem dritten und letzten Teil unseres Games Convention 2006 Specials, widmen wir uns dem Freitag (25.08.2006), der mit Abstand für uns zum besten Tag der ganzen Messe wurde. Schließlich hatten wir einen übervollen Terminkalender und durften an vielen Präsentationen teilnehmen bzw. viele Entwickler treffen.

Die Games Convention 2006 in Bildern.

Viel Spaß beim Lesen.

Tag 03 - Freitag 25.08.2006

Wie jeden Tag führte uns unser erster Gang zu Take2, schließlich wollten wir noch in eine Vorführung von Bioshock reinkommen. Aber da deren Termine so was von überfüllt waren, war es gar nicht mal so leicht. Geschafft haben wir es trotzdem, wenn auch erst zum späten Nachmittag. Während wir früh`s jedoch auf den zuständigen 2KGames PR Manager warteten, servierte uns ein überaus hübsches und extrem freundliches Take2 Mädchen einen sehr guten (wenn auch sehr starken Kaffee). Na, zumindest sorgte das Bohnengebräu dafür, dass wir die nächsten Stunden hellwach und aufmerksam bei Ubi Soft diversen Next-Gen Präsentationen zuschauen durften. Also ab zu den Franzosen...

Leider gab es ein paar Probleme bei der Anmeldung, so dass wir nicht gemeinsam an den ganzen Präsentationen teilnehmen konnten (Plätze waren dafür nämlich sehr gefragt) Während Flek und ich uns gemeinsam einem Next-Gen Marathon widmeten, musste Shagy sich derweil mit Red Steels & Rayman auf dem Wii beschäftigen, bevor auch er zu Assassins Creed und Co. kam. Da die Präsentationen quasi hintereinander abliefen, mussten wir nur einmal den Raum wechseln, um dann auch noch Brothers in Arms 3 erleben zu können. Praktisch!

Rainbow Six: Vegas

Was soll ich sagen, mein letztes Rainbow Six Spiel liegt schon Jahre zurück und hört auf den Namen Rouge Spear (PC). Insofern war ich von dem Gezeigten natürlich positiv überrascht. Zum einen, weil es sich um komplette neues Material handelte (Dantes Casino zum Ende des Spiels) und zum anderen, weil man das komplette Interface auf die nächste Generation getrimmt hat. Die Steuerung der Spezialeinheit ist dank minimaler Tastenbelegung kinderleicht, lässt aber komplexe Manöver weiterhin zu. Viele Aktionen sind nämlich kontextbasiert, das heißt, die jeweilige Aktion wird erst nutzbar, wenn ihr vor dem Hindernis steht. Beispielsweise, könnt ihr eine Tür auf mehrere Arten öffnen, angezeigt werden euch die Möglichkeiten aber erst, wenn ihr vor der Tür steht. Das ist ziemlich clever, da man dadurch auch weitestgehend auf ein sichtbares HUD verzichten kann. Der gespielte Level (mit angeschaltetem God Mode) konnte jedoch auch grafisch überzeugen und machte Appetit auf mehr. Die Figurenanimationen wurden nun endlich per Motion Capturing lebensecht eingefangen und die Texturarbeit, soweit der Detailreichtum lassen keine Wünsche offen. Bis auf ein paar Ruckler lief die gezeigte Fassung übrigens schon recht flüssig (Xbox360). Hinsichtlich der PS3 Version wird es ein paar Unterschiede geben, die aber in erster Linie den Inhalt des Spiels betreffen. Genauere Aussagen wollte der Entwickler allerdings dazu nicht treffen.

 

Splinter Cell: Double Agent

Gleich im Anschluss gab es das neue Splinter Cell Spiel auf der Xbox360 zu sehen. Und obwohl noch keine PS3 Version offiziell angekündigt wurde, scheint es sehr wahrscheinlich, dass diese spätestens im Frühjahr nächsten Jahres folgen wird. Aber zurück zum Spiel: Wenn ich ehrlich bin, hat mich dieses nämlich nicht umgehauen. Klar, der neue Moralzwist von Sam Fisher (er muss eine Terroristenzelle infiltrieren) ist ziemlich interessant und auch der Aspekt, dass ein Großteil des Spiels im hellen handeln wird, lässt Gutes vermuten. Aber die Technik war recht enttäuschend. Niedrige Framerate, massives Tearing und Pixelkanten noch und nöcher ließen das Schleichabenteuer nicht wirklich wie ein Next-Generation Spiel aussehen. Auch das Autosave System, dass den Spielfluss andauernd mit einem schwarzen Bildschirm unterbrach, war bei der fast fertigen Version unverständlich. Immerhin wurde aber das Spielsystem dem von Rainbow Six Vegas angepasst, wodurch die Bedienung um einiges einfacher werden dürfte.

 

Assassins Creed

Auf dieses Spiel hatten wir natürlich alle gespannt gewartet. Langsam tat mir zwar schon der Hals etwas weh, vom permanenten nach Rechts-Schauen, aber das präsentierte Material ließ mich glücklicherweise jeglichen Schmerz vergessen. Leider muss ich auch gestehen, dass uns nur Videos gezeigt wurden. Zwar beinhalteten diese die komplette E3 Demo und an der Videoqualität konnte man nicht meckern, aber es wurde eben nicht live angespielt. Was jedoch gezeigt wurde, war schlichtweg genial. Die Grafik sieht so dermaßen wahnsinnig gut aus, dass es einem den Unterkiefer nach unten klappt. Besonders die superben Animationen sind eine Klasse für sich. So schiebt der Assassin auf den belebten Straßen beispielsweise Passanten sanft zur Seite. Beeindruckend. Ansonsten dürfte das Spiel insbesondere für Prince of Persia Fans interessant werden. Dank der einfachen Steuermöglichkeit mittels linkem Analogstick kann der Killer quasi jede Kante, jeden Vorsprung und jeden Balken erklimmen. Das Klettermodell ist schlichtweg genial. Dadurch kann der Assassin seine Umgebung perfekt nutzen, um seinen Häschern zu entkommen. Und das wird er nötig haben, denn die Aufträge des in Ungnade gefallenen Killers müssen nach Möglichkeit mitten in der Öffentlichkeit vollzogen werden. Deswegen wird man auch keine Bögen oder Armbrüste im Spiel vorfinden. Die insgesamt drei Städte sind durch Zwischenlandschaften verbunden. In denen wird man auch Aufträge übernehmen können, aber letzten Ende wird die Landschaft nicht sonderlich groß sein, da man vermeiden will, dass man viel Zeit für die Wege verschwendet. Weiterhin gibt es leichte Rollenspielelemente (der Assassin erreicht seine ursprünglichen Fähigkeiten im Laufe des Spiels zurück), vier Tageszeiten (Morgen, Mittag, Abend, Nacht), Nebenaufträge und eventuellen Downloadcontent. Nicht geben wird es dagegen Fantasymonster und einen Mehrspielermodus. Zu den futuristischen Szenen im Material (der Spieler wacht nach dem Ableben in einem Labor auf) wollte sich der Produzent nicht äußern.

 

Eigentlich würde es jetzt eine kleine Verschnaufpause geben, da erst in einer halben Stunde die Brothers in Arms 3 Präsentation anfängt, aber weil es ein persönlicher Favorit von mir ist, gingen wir noch in die Dark Messiah of Might and Magic Vorführung rein. Großer Fehler, denn während das Spiel einen hervorragenden Eindruck macht (und hoffentlich noch für PS3 umgesetzt wird), war der Ubi Soft Produzent so was von einschläfernd, dass es eine regelrechte Qual war, ihm zuzuhören. Wie kann man nur so ein tolles Spiel so lieblos präsentieren?

Brothers in Arms 3

Ganz anders dagegen der Colonal und Randy Pitchford von Gearbox. Den beiden hat man regelrecht angemerkt, wie ihnen das Projekt am Herzen liegt. Soviel Enthusiasmus und Freude, wenn man über sein Werk berichten kann, habe ich selten bei einem Entwickler erlebt. Das Spiel selbst (gezeigt wurde die PC Version) sieht natürlich sehr gut aus, verfügt auch über ein kontenxtbasiertes Interface und wird mit Sicherheit der beste Teil der Serie werden. Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte: Das Spiel legt beispielsweise extremen Wert auf Realismus, aber wenn sich die Deutschen ergeben (und das tun sie auch) kann man sie nicht gefangen nehmen. Es bleibt einem nur die Wahl, sie abzuschießen. Technisch wird man dank Unreal 3 Engine die Muskeln spielen lassen. Sah schon die PC Version gut aus, wird die PS3 Version noch viel besser aussehen. Dank mehr Power und neuesten Grafikfeatures wird man zum Beispiel in der Konsolenvariante bei den Charakteren sein Spiegelbild im Auge sehen können. Wahnsinn! Noch nicht entschieden ist dagegen, ob man die Motion Sensor Fähigkeiten des PS3 Controllers nutzen wird. Pitchford stellte unter anderem in Aussicht, dass man durch Rütteln des Controllers Mörserbedienen könnte, oder ein Fahrzeug fährt. Downloadinhalte sind für das Spiel auch geplant, wobei noch offen ist, ob die PS3 Version zeitgleich mit den anderen Varianten erscheinen wird. Interessiert zeigte sich Pitchford auch von der Idee, dass man wie im Mehrspielermodus von „Earned in Blood“ auch mal die deutsche Seite spielen kann. Mal sehen was daraus wird.

 

Nachdem die letzte Präsentation nahezu eine Dreiviertelstunde überzogen wurde, knurrte uns mittlerweile ganz schön der Magen und wenn wir noch etwas essen wollten, müssten wir uns sputen. Denn als nächstes stand schon das Entwicklergespräch zu Killzone: Liberation auf dem Programm. Also schnell noch ein paar Wiener Würstchen gefuttert und zu Sony gehastet. Dort waren wir zum Glück nicht zu spät dran und konnten noch in Ruhe einen Drink zu uns nehmen.

Killzone: Liberation

Eins vorneweg, Fragen zu Killzone PS3 oder einen Nachfolger zum PS2 Spiel wollt man nicht beantworten. Die beiden Jungs aus Holland waren trotzdem extrem nett und zeigten uns ein PSP Spiel, das mühelos das Zeug zum Hit hat. Prinzipiell handelt es sich bei „Liberation“ um einen Action Shooter aus der isometrischen Ansicht. Wer jetzt allerdings denkt, man hat daraus ein Spiel im Contra-Style gebastelt, liegt falsch. Der Killzone Titel verlangt einiges an strategischem Vorgehen und setzt nicht auf stures Durchballern. Die Abwechslung kommt dennoch nicht zu kurz. Denn neben computergesteuerten Partnern erwarten euch auch Einsätze in diversen Fahrzeugen. Grafisch macht der Titel eine tolle Figur: detaillierte 3D Hintergründe, superb animierte Figuren, abwechslungsreiche Landschaften und eine tolle, eingängige Steuerung lassen keine Wünsche offen. Die Ladezeiten waren in der Preview Fassung zwar noch etwas lang, aber genau wie die Framerate sollen die noch optimiert werden. Neben dem Storymodus wird „Liberation“ auch noch zahlreiche Multiplayermodi bieten und sogar über einen kooperativen Spielmodus verfügen. Neben zusätzlichen Downloadcontent wird es übrigens auch eine Game Sharing Funktion geben. Mit dieser kann ein Spieler einem anderen 3 oder 4 Levels (genaue Anzahl stand noch nicht fest) als eine Art Demo auf die PSP senden. Falls ihr auch Action steht, merkt euch den Titel unbedingt vor!

 

Nach der Killzone Präsentation blieb uns aber nicht viel Zeit zum Aufatmen. Schon wartete unser Termin bei EA, um endlich live und wahrhaftig ein Spiel auf einer PlayStation 3 zu sehen. Damit ihr wisst, wie schwer es war, da rein zukommen: Nach Terminabsprache bekam man VIP Kärtchen, die man der netten Dame am Eingang zu dem kleinen (aber äußerst bequemen) Raum gab. Erst dann wurde man zu den beiden Entwicklern hereingelassen, welche die PlayStation 3 Variante von Need for Speed: Carbon präsentierten.

Need for Speed: Carbon

Die Demo war übrigens die gleiche, wie man sie vom Stand auf der Xbox360 her kannte (Multiplattformentwicklungen müssen doch ein wahrer Segen für einen Publisher sein). Drei Autos, drei Streckenvarianten und ein wenig Tuning. Grafisch sah der Titel minimal besser aus, als auf der Microsoft Konsole. Wobei man das eigentlich nur von den Fahrzeugen behaupten konnte. Die Umgebungen wirkten auch hier eher mäßig für ein Next-Gen Spiel und die Framerate war genauso verbesserungswürdig, wie in allen anderen Need for Speed Spielen. Nachdem uns die beiden Kanadier (von EA Black Box) das Spiel ausführlich vorgestellt hatten (nach dem Motto: wir hatten neun Monate Zeit und deshalb gibt es nur das Nötigste), konnten wir uns selbst ein Bild machen und den PS3 Controller selbst in die Hand nehmen. Und wie war es nun, werden sich einige fragen: Kurz und bündig – besser! Durch die neuen Triggertasten ist das Gas geben und Bremsen weitaus intuitiver. Die Hebelwege sind dabei nicht so lang wie beim Xbox360 Gamepad, weswegen sich das Ganze doch leichter steuern lässt. Die überarbeiteten Analogsticks bieten jetzt zudem eine weitaus höhere Präzision, wodurch gewagte Lenkmanöver besser beherrschbar werden. Alles in allem war es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber letzten Endes doch eine tolle Erfahrung. Leider wollten die Entwickler keinerlei Fragen zu den Motion Sensor Eigenschaften des PS3 Controllers, etwaigen Connectivity Features, zusätzlichen Downloadcontent und dem Mehrspielermodus im Allgemeinen beantworten. Insgesamt ein Spiel, dass aber unserer Meinung nicht ganz dem Next-Gen Standart gerecht wird. Da hatten wir mehr erwartet.

 

Nachdem die Präsentation vorbei war, blieb uns nicht viel Zeit zum Ausruhen, denn als nächstes stand Bioshock bei 2K Games an und das wollte ich keinesfalls verpassen. Also wieder ein Stockwerk nach oben und den zuständigen PR Manager gesucht. Gott sei dank kamen wir sogleich in eine Präsentation rein, auch wenn die Jungs aussahen, als ob sie mal endlich eine Pause gebrauchen könnten.

Bioshock

Bislang (trotz US OPM2 Preview) nur offiziell für PC und Xbox360 angekündigt, dürfte aber eine PS3 eigentlich ein No-Brainer sein. Direkt darauf angesprochen, schmunzelten die Entwickler nur und verwiesen auf den PR Text. Das Spiel an sich sieht derweil bombastisch aus und versprüht einen schrägen Charme. Die verfallene Unterwasserwelt wurde in den 50igern gebaut, weswegen beispielsweise alles relativ bunt wirkt. Schaurige dunkle Gänge wird man wohl vergebens suchen. Was dem Titel dennoch die gewisse Portion Horror verleiht, sind die ganzen durchgedrehten Charaktere. Als Spieler muss man nämlich herausfinden, was in der Unterwasserstation vorgefallen ist. Das Abenteuer ist zwar in der Ego-Perspektive angelegt, aber Dauergeballer wird es nicht geben. Munition ist spärlich verteilt, sodass man die ganzen Freaks nach Möglichkeit mit seinen Gen-Fähigkeiten ausspielen muss. Anderseits greifen auch nicht alle Personen den Spieler automatisch an, weswegen der Station ein ganz eigenes Leben verliehen wird. Grafisch sieht das Spiel grandios aus. Der Stil erinnert dabei ein wenig an die PC Fallout Spiele, aber gerade das herrlich animierte Wasser (manchmal tröpfelt es von der Decke, dann läuft es wieder an den Wänden entlang) setzt Bioshock von ähnlichen Titeln ab. Übrigens: Die Story wird nicht durch Cutscenes weitererzählt, sondern der Spieler erlebt sie im Spiel, durch verschiedene Ereignisse und Aufzeichnungen. Laut den Entwicklern will man damit mehr Interaktivität schaffen.

Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu und auch unsere Kräfte schwanden nach und nach. Doch bevor wir zu unserem finalen Termin bei Vivendi Games gingen, kehrten wir noch einmal schnell bei Nintendo ein, um den neuen Wii nochmals auszuprobieren. Leider wurden immer nur zwei Mann Teams durchgelassen (selbst Sid Mr. Civilization Meier musste anstehen – Frechheit!), weswegen Flek und Shagy zu Super Mario Strikers geführt wurden und ich Battalion Wars 2 antesten durfte. Man, ich sag euch, dass ist vielleicht ein schlechtes Spiel. Technisch nicht besser als der mittelmäßige Vorgänger, ist die Steuerung jetzt weitaus komplizierter als vorher. Durch die unpräzise Bewegungsabfrage und der Überbelegung der wenigen Tasten, spielte sich das Spiel wirsch und umständlich. Nach diesem kuren Intermezzo war es aber wirklich an der Zeit zu Activision zu gehen. Also wieder in die zweite Halles des Business Center zurückgeeilt und den Stand gesucht. Nachdem wir dort angekommen sind, muss ich aber erst einmal anmerken, dass ich die Entwickler nicht beneide. Eingepfercht in einen kleinen Raum, gab es nämlich FEAR, Eragon, Timeshift, JSF und Scarface zu sehen.

FEAR

Das Spiel gab es auf nur der Xbox360 zusehen und Leute, hier steht uns ein waschechter Low-Budget Port ins Haus. Technisch sollen die Xbox360 und die PS3 Version sich übrigens wie ein Ei dem anderen gleichen. Deshalb können auch alle Aussagen über die Qualität der Microsoft Version auf die PS3 übertragen werden. Die Grafik sieht... scheiße aus. Bis auf die Gegner, sieht alles wie PS2 aus. Mies aufgelöste Hintergründe, wenig Details und sogar pixelige Himmelstapeten lassen den Titel nicht gerade in einem guten Licht erscheinen. Zwar lief FEAR dafür flüssig, aber das sollte auch keine Meisterleistung bei der Power der Next-Gen Konsolen sein. Dass der Port nicht bei Monolith entsteht, merkt man sofort. Die neue Zusatzmission kann da nichts mehr retten, selbst das neue Add-On der PC Version namens Extraction Point wird nicht enthalten sein. Enttäuschend – ehrlich...

Scarface

Das Spiel war dagegen auf der PS2 ein ganz anderes Kaliber! Ich wage sogar zu behaupten, Scarface hat das Zeug, GTA: San Andreas vom Thron zu stoßen. Nicht nur, dass die Grafik in 480p spitzenmäßig aussieht, das Ganze läuft auch noch stabil flüssig mit 30fps. Aber dort, wo Scarface erst richtig auftrumpft ist das Gameplay: Man hat wirklich den Eindruck, man spiel ein Next-Gen Spiel, die Steuerung und das Zielsystem zum Beispiel sind super zu bedienen und auch andere Kleinigkeiten, wie der Chauffeur-Dienst, der ein Auto zu einem bringt, wenn man eines braucht oder die nicht verschwindenden Leichen, zeugen von immenser Detailarbeit. Es scheint, als ob sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht haben. Ein weiteres Merkmal, Tony verdient Geld mit der Zeit (es gibt viele Arten, wie man Geld verdienen kann), damit er es aber nicht bei einem vorzeitigen Tod verlieren kann, sollte der Spieler es regelmäßig auf die Bank schaffen. Mit dem gehorteten Geld lassen sich Luxusartikel kaufen, teure Rennschlitten, bessere Waffen und sogar Musik. Denn im Spiel wird es über 100 verschiedene Titel (die allerdings nicht alle aus den Achtzigern sind) geben. Damit kann man sich seine eigenen Mixtapes zusammenstellen. Im Gegensatz zu True Crime oder GTA muss man nicht einmal Öffnungszeiten von Läden beachten – in Miami haben die rund um die Uhr offen. Das und viele weitere Sachen, machen Scarface zum Must Have für GTA Fans. Leider wird man aber wieder zur UK Version greifen müssen, da die deutsche Variante mit Sicherheit entschärft wird. Die Kettensäge, aber auch das Abschießen von einzelnen Körperteilen (die Headshots sind krass) wird definitiv wegfallen.

 

Damit war auch der letzte Tag unseres Games Convention 2006 Besuches gelaufen, Shagy tauschte noch schnell passend zu seiner Scarface Tasche ein Schlüsselband mit einem der Entwickler und dann machten wir uns auf den Heimweg. Insgesamt können wir sagen,reichlich Next-Gen Spiele gesehen zu haben, was leider nicht ganz auf die restlichen Besucher der Messe zutrifft. Aber selbst wir konnten in den drei Tagen nicht alles sehen. So war es beispielsweise unmöglich, auch nur in die Nähe der GTA: Vice City Stories Präsentation von Rockstar Games zu kommen. Dazu kam noch, dass wir bei SEGA nur noch am Samstag einen Termin für die PS3 Spiele hätten bekommen können, aber zu diesem Zeitpunkt wäre niemand mehr von uns auf der Messe gewesen. Tja, Shit Happens – so auch bei Turok und Buena Vista Games, die wir schlicht und einfach vergessen hatten, anzuschreiben. Aber nächstes Jahr dafür, da wird alles besser und hoffentlich auch PS3-lastiger...

SEE YOU IN 2007

[ Special verfasst von .ram ]

[ Auf der Messe waren Flek, Shagy, Dimi und .ram ]

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Die Games Convention 2006 in Bildern.