Games Convention 2006 – OnPSX Tagebuch
Herzlich willkommen in unserem zweiten Spezialbericht zur Games Convention. Auch am Donnerstag, den 24.08.2006 haben wir wieder zahlreiche Titel anspielen können, viele Entwickler getroffen und einige sehr schöne Erlebnisse vorweisen können. Wie schon in unserem letzten Bericht, haben wir auch den Donnerstag als eine Art Tagebucheintrag aufbereitet. Natürlich sind alle ausführlicheren Spieleindrücke hervorgehoben, sodass auch Leser, die nicht an dem ganzen Umfeld dieser Messe interessiert sind, schnell zu unseren Eindrücken gelangen.
Die Games Convention 2006 in Bildern.
Viel Spaß beim Lesen.
Tag 02 - Donnerstag 24.08.2006
Durch eine kurzfristige Änderung in der Terminplanung fand unser erstes Business Center Meeting erst gegen Mittag statt. Macht aber nichts, denn Shagy und ich hatten uns vorgenommen, ganz früh an den Midway Stand zu gehen, um die Unreal Tournament 2K7 und Stranglehold Präsentation zu sehen. Am Mittwoch war es nämlich schon zu spät dafür gewesen und ein paar hübsche Midway-Mädels hatten uns liebevoll auf den nächsten Tag vertröstet. Leider stellte sich heraus, dass sich der Show Beginn verzögern würde, so dass wir eine knappe halbe Stunde gelangweilt gewartet haben und uns nebenan bei Vivendi Games einen Trailer zum kommenden Kinofilm Eragon angesehen haben. Und ich sage euch, der Film könnte gleich als Dungeons & Dragons Teil 2 durchgehen – so thrashig wirkt der. Als wir uns dann wieder bei Midway einfanden, testen wir noch schnell Spy Hunter: Nowhere to Run an, dass neben einigen Mortal Kombat: Armaggedon Spielkonsolen präsentiert wurde.
Spy Hunter: Nowhere to Run
Ich war wirklich ein Fan des ersten Spy Hunter PS2 Spiels. Schnörkellose Arcadeaction wurde mit (für damalige Verhältnisse) guter Grafik und einem saftigen Schwierigkeitsgrad präsentiert. Leider habe ich nie die letzte Mission bewältigen können, was mich aber nicht abgehalten hat, Jahre später einen Zehner in den Nachfolger zu investieren. Wie sich herausstellte, war der Titel einfach nur für die Tonne und selbst die 10€ haben mir im Nachhinein wehgetan. Das neue Spy Hunter bietet dagegen einige Neuerungen. Denn anstatt wie in den Vorgängern nur mit dem Auto unterwegs zu sein, steuert ihr den bisher gesichtslosen Agenten (verkörpert von The Rock) in speziellen Action_Adventure Abschnitten. Zum anspielen haben wir uns dann aber doch eine Fahrmission herausgesucht, ganz einfach um besser vergleichen zu können. Glaubt mir wenn ich sage, dass diese noch hässlicher aussehen als bei Spy Hunter 2, die Framerate mit ständigen Ruckeleinlagen zu kämpfen hatte und die Steuerung schwammig rüberkam. Schon nach diesem Level wurde mir klar, das Spiel braucht keiner!
Für Mortal Kombat: Armaggedon (welches in Europa exklusiv für PS2 erscheint) reichte dann allerdings nicht mehr die Zeit aus, um ausführlicher Probe zu spielen. Von dem, was wir sahen, kann man von einem typischen 128bit Mortal Kombat Spiel ausgehen, dass nach wie vor ein mieses Kampfsystem besitzt, dafür aber erstmals mit allen Mortal Kombat Kämpfern aufwarten kann. Fans der Reihe werden also nicht enttäuscht sein, alle anderen greifen lieber weiterhin zu „besseren“ Beat`em Ups wie Virtua Fighter oder Soul Calibur. Da sich mittlerweile schon ein paar gewöhnliche Messebesucher in der Halle eingefunden hatten, war es wieder an der Zeit, zum Kino-Eingang zu gehen.
Unreal Tournament 2K7
Gezeigt wurde leider nur ein Video von beiden Titeln, die jedoch vorher aufgenommene Spielszenen enthielten. Unreal Tournament 2K7 sah dabei fantastisch aus, auch wenn die Framerate noch stark zu wünschen übrig ließ. Besonders die gigantischen Fahrzeuge und die nette Effekte, wie das Verbrennen von weg gesprengten Trümmern, ließen den Titel zu einer regelrechten Augenweide werden. Neben Gears of War (nur für Xbox360) wird UT2K7 definitiv der Vorzeigetitel der Unreal 3 Engine. Zu sehen gab es übrigens eine Art Capture the Flag, wo zwei Parteien um die Kontrolle von Stützpunkten kämpften. Beide Armeen konnten zahlreiche Fahrzeuge (teils gigantische Panzer und Walker) einsetzen um ihr Ziel zu erreichen. Gameplaytechnisch blieb aber alles beim Alten, d.h. das Spiel sah wirklich wie Unreal Tournament aus und bot schnelle, weite Sprünge, gefährliche Waffen und zahlreiche Gimmicks.

Stranglehold
Shagy: Für mich persönlich ist das Spiel zu einem Must Have für die PS3 geworden. Das vorgeführte Gameplay Video sah wirklich fett aus und beeindruckte mit saucoolen Moves. Ähnlichkeiten mit dem HK Actionfilm-Klassiker Hard Boiled waren nicht zu übersehen und wenn die Steuerung so leicht wie im Video von der Hand geht, bekommen wir einen famosen Actiontitel für die PS3. So sprintete Chow Yun Fat mühelos Treppengeländer hinauf und hinunter, schmiss sich auf kleine fahrende Tische und ließ sich darauf ballernd durch den Raum rollen. Zudem schwang sich Chow Yun Fat mühelos über Tische und Geländer, lief gekonnt an Wänden entlang und auch die John Woo typische Zeitlupenkamera fand im Video Verendung. Besonders stylish wurden auch die Super Moves in Szene gesetzt. So hang im Teehaus ein Vogelkäfig, welchen man zerstören konnte. Tat man dies, flogen in Zeitlupe die Vögel John Woo typisch herum und Chow Yun Fat bewegte sich dazu schießend im Kreis. Wow! Grafisch konnte das Spiel schon jetzt überzeugen, wobei noch einige teils heftige Slowdowns zu sehen waren, aber das sollte sich bis zum Release im nächsten Jahr noch ändern. Chow Yun Fat selbst wurde sehr detailliert in Szene gesetzt und bekommt nach einigen Treffern auch deftige Schrammen im Gesicht. Die Animationen sahen ebenfalls recht flüssig auf, wobei das Aufstehen von Chow Yun Fat noch etwas unbeholfen wirkte. Ich hoffe jedoch, dass diese Kleinigkeiten noch bis zum Release ausgemerzt werden. Für mich ist Stranglehold jedenfalls schon jetzt ganz klar ein Hitanwärter.
Nachdem Midway Kino trafen wir Flek bei Sony an und zogen noch mal in eine andere Halle los. Unser erster Halt war bei EIDOS, die neben Just Cause auch noch das neue Spiel der Champions of Norrath Entwickler zeigten.
Justice League of America
Nachdem die beiden Champions-Spiele auf der PS2 zu den technisch anspruchsvollsten Titeln gehören, wirkte das JLA Spiel dagegen einfach nur ernüchternd: Nirgends waren hochaufgelöste Texturen zu sehen, ganz zu Schweigen von liebevollen Details. Stattdessen wirkte das Spiel wie ein Relikt aus den Anfangstagen der PS2. Zwar konnten die Superhelden im vergleich mit den Recken aus den Champions-Spielen weitaus mehr (wie zum Beispiel Gegenstände zertrümmern und diese dann auf Roboter schmeißen), aber das war es dann auch schon. Der gezeigte Level war strikt linear aufgebaut und bot zum Schluss einen Zwischengegner. Davon hatte ich mir eindeutig mehr versprochen.
Just Cause
Der GTA Konkurrent von EIDOS war leider nur auf der Xbox360 spielbar und sah auf dieser Konsole etwas altbacken aus – kein Wundern, denn das Spiele erscheint ja auch für PS2 und Xbox. Auf einer riesigen Inselgruppe in Südamerika angesiedelt, verkörpert der Spieler einen tollkühnen Agenten. Auf der Microsoft Konsole lief das Spiel äußerst flüssig, bot aber eine komplizierte Steuerung mit unnötigen Features wie Stunt-Einlagen (man schwingt sich beispielsweise auf die Motorhaube eines Autos). Richtig verbockt wurde allerdings das Missionsdesign. In dem einen Auftrag musste man beispielsweise per Fallschirm auf einem Convoi landen. Dazu konnte man entweder gemütlich per Fallschirm runtergleiten, oder per Freefall regelrecht auf das Ziel zurasen. Wie dem auch sei, plötzlich landete ich jedoch im Gras. Irgendwie hatte ich mein Ziel doch etwas verfehlt. Sollte aber kein Beinbruch sein, schließlich gibt es auf der Straße auch Autos, mit denen man seinem Opfer immer noch hinterher jagen könnte. Also rannte ich zum nächst besten Fahrzeug, zwang den Besitzer zum Aussteigen und wollte mich an die Verfolgung machen, als ein „Mission Over“ Screen auftauchte und mir mitteilte das Ziel sei entkommen. WTF? Das waren nur Sekunden vergangen und der ist schon weg, was bitte schon ist das für Missionsdesign???
Nachdem wir uns an dem EIDOS Stand satt gesehen hatten, gingen wir weiter zu Buena Vista Games und legten ein paar Runden Every Extend Extra und Lumines II ein.
Every Extend Extra
Das PSP Geschicklichkeitsspiel bietet eine simple, aber mit der Zeit fordernde Spielmechanik. Ziel ist es, mit eurer mobilen Bombe möglichst viele Objekte auf dem Screen in die Luft zu jagen. Dazu ist es nötig, dass ihr die Explosionen verkettet, um Combos zu erreichen. Nur mit diesen Combos könnt ihre hohe Punktzahlen erreichen und euren Bombenvorrat auffüllen. Letzterer ist nämlich begrenzt und spätestens bei den Bossgegnern, wo ihr beispielsweise nur Schaden mit großen Ketten anrichten könnt, kommt euch ein zu sorgloser Umgang teuer zu stehen. Grafisch bietet das Spiel ein buntes Spektrum an abstrakten Formen und Lichteffekten. Sieht gut aus und, sofern es hörbar war, hat auch einen coolen elektronischen Soundtrack.

Lumines II
Lumines ist eines der von mir am meisten gespielten Spiele auf der PSP. Insofern war ich natürlich äußerst gespannt auf den Nachfolger. Leider konnte mich dieser (ich habe die komplette Trial Version am Stand durchgespielt) nicht ganz so richtig überzeugen, was wohl an den fehlenden Neuerungen und an dem langweiligen Style des Spieles lag. Denn grundsätzlich spielt sich Lumines genauso wie der Vorgänger, nur das man jetzt ziemlich belanglose Videos im Hintergrund bestaunen kann, anstatt coole Skins. Musik war leider schlecht zu verstehen, aber mit den angekündigten Lizenztracks würde ich sowieso nicht warm werden. Riecht mir irgendwie nach Sell-out – schade!
Nun war es schon fast Mittag, Zeit also für unseren THQ Termin. Vorher haben wir natürlich noch einmal schnell in ein paar Wiener gebissen (Stärkung muss sein). Wie schon im letzten Jahr, gab es bei THQ wieder einige Entwicklerprominez vor Ort. Da war zum Beispiel der australische Producer von Destroy All Humans 2 da, der uns auch das Spiel (spielt sich quasi wie Teil 1) vorstellte und auch ein paar Jungs und Mädels von Volition waren da, die den Fachbesuchern Saints Row zeigten. Diese beiden fragte ich auch, wie es denn um die Gerüchte über eine PS3 Fassung zum Konsolenlaunch steht. Die Antwort war dann wie zu erwarten: Zum Launch definitiv nicht, aber nächstes Jahr... – Damit sollte klar sein, eine Umsetzung ist äußerst wahrscheinlich, wir tippen auf Frühjahr 2007. Zu guter letzt zeigte der amerikanische Konzern dann aber doch noch ein neues Next-Gen Spiel, dass auch bereits für die PS3 angekündigt war.
Frontlines: Fuel of War
...ist so eine Art Battlefield und bietet Multiplayerschlachten, sowie eine Einzelspielerkampagne. Die gezeigte Version war spielbar, lief aber noch auf einem PC. Grafisch machte das Spiel einen ordentlichen Eindruck, allerdings trübten noch eine instabile Framerate und wechselnde Texturqualität das Bild. Spielerisch versucht man sich durch einige Sachen vom übergroßen EA Konkurrenten abzusetzen. Zum einen gibt es da die dynamischen Frontlinien, welche die Einsatzziele und je nach Frontlinie auf den riesigen Karten beeinflussen. Als Hintergrundszenario dient ein schrecklicher Krieg in naher Zukunft, um die letzten Öl Reserven. In einer Zeitspanne von vier Jahren erlebt der Spieler den immer stetig fortschreitenden Verfall der Zivilisation. Auf dem Schlachtfeld, dass leider nicht komplett zerstörbar sein wird, kann man alle erdenklichen Fahrzeuge benutzen, aber auch Gimmickwaffen wie einen ferngelenkten Bombenbuggy oder eine fliegende Drohne. Diese kann man strategisch einsetzen, um Panzer oder Scharfschützen zu eliminieren. Zum Abschluss der Präsentation wurde noch ein Wüstenlevel gezeigt, bei dem ein Panzerbattalion (richtig, man wird die Kontrolle über ganze Streitkräfte besitzen) auf den Feind zu stürmt, der aber eine taktische Atombombe abwirft. Die Explosion inklusive Hitzewelle war gigantisch inszeniert und absolut atemberaubend. Dabei machte sich sogar das neue 3D Soundsystem der Entwickler bemerkbar, dass wie in der Realität zeitversetzte Effekte zulässt. Man hat also zu erst die Welle gesehen und erst dann gehört. Ziemlich cool. Übrigens, wird es zu dem Spiel definitiv Download Content geben. Release: Mitte 2007
Als wir plötzlich auf die Uhr sahen, erschraken wir regelrecht. So spät schon, wir müssen weiter. Dummerweise standen jetzt gleich zwei Termine an: EA und Ace Combat X: Skies of Deception (PSP). Als großer Ace Combat Fan musste ich natürlich zur Ace Combat Präsentation, Flek wiederum zu EA, da es über ihn lief und Shagy, tja, der entschied sich auch für Electronic Arts. Also musste ich alleine hin – mir war etwas mulmig, schließlich saß ich da mit Japanern im Raum und tja, mit Übersetzer in Englisch zu kommunizieren ist schon ganz schön grob für jemanden, der aus einem Kuh-Dorf in der sächsischen Provinz stammt. Aber letztendlich war alles gar nicht so schlimm, in dem kleinen Raum saßen zwei Entwickler vom PSP Ace Combat, ein Producer von Ace Combat Zero (PS2), ein Übersetzer und ein PR Manager von Bandai Namco Japan. Zuerst ging das Gespräch in Richtung Ace Combat Zero, welches ja noch nicht in Europa erschienen ist. Aber bis auf zu erwartende Antworten auf Fragen wie: Warum gibt es kein Onlinemodus? Wieso gibt es keinen Missionsbaum mit unterschiedlichen Pfaden wie in Ace Combat 3 (jp. Version)? Und wieso kommen in allen Ace Combat Spielen die gleichen Missionen vor? Konnte man nur wenig Neues erfahren.
Ace Combat X: Skies of Deception
Erst danach wurde das Gespräch in Richtung des PSP Ablegers Ace Combat X gelenkt, dass nicht nur grafisch einen hervorragenden Eindruck macht (60fps, kurze Ladezeiten, herrliches Wasser, riesige Sichtweite), sondern auch spielerisch einige Neuheiten bieten wird, wie: Verzweigte Missionen, Ad-Hoc Modus für bis zu 4 Spieler, die Option sich aus fünf Teilgruppen ein eigenes Flugzeug zusammenbauen zu können und individuelle Lackierungen. Zudem lassen sich die selbst kreierten Flugzeuge sowohl in Mehrspielerschlachten als auch im Storymodus einsetzen. Cool! Auf die Frage hin, warum kein Onlinemodus angeboten wird, meinten die beiden Japaner nur, dass man zu erst ausprobieren wolle, wie die Fans den Netzwerkmodus in der PSP Version aufnehme. Erst danach möchte man sehen, ob man so etwas in einen PS3 Titel einbauen kann. Na, zumindest weiß das Team, dass ein Onlinemodus ganz oben auf der Wunschliste der Fans steht. Zum Abschluss der Präsentation konnte ich noch einmal persönlich Hand an den Flieger anlegen und wurde zu einer kleinen Runde Deathmatch (es gab noch unzählige andere Mehrspieleroptionen) eingeladen. Und ratet mal, wer gewonnen hat - Richtig, ich habe selbst die Entwickler des Spieles abgeschossen. Und ich denke schon, dass man darauf etwas stolz sein kann.
Aber zurück zu Shagy und Flek, die derweil bei Electronic Arts in die Half-Life 2 Präsentation reingerutscht sind. Dummerweise ging die schon los, als ich noch bei Sony saß, weshalb ich dann um ein paar Minuten zu spät dort unten aufkreuzte und eine halbe Ewigkeit auf die Beiden warten musste. Als Beschäftigung stand mir nur NBA Live 2006 zur Verfügung, was nicht hässlich aussah, sondern sich auch total mies spielte. Oder ich war nur zu unfähig dazu – sucht es euch aus.
Half-Life 2
Flek: Shagy und ich haben uns bei EA oder besser gesagt „Valve“ zu einer Präsentation von HL2: Episode 2, Team Fortess 2 und Portal eingefunden. Und auch wenn der anwesende Entwickler nicht sonderlich glücklich schien (immerhin ist ihm kurz zuvor der PC überhitzt), spulte er prompt die brandneuen Videos ab. Wer Half Life 2 kennt, weiß wo die Stärken des Spieles liegen, eine 1A Grafik kombiniert mit einer nahezu genialen Physik Engine und einer Menge gescripteter Events. Das gezeigte Material zu Episode 2 zeigte vor allem Kämpfe in Wäldern mit einigen neuen Gegnern, die Grafik schien sich gegenüber Episode 1 nicht wirklich verändert zu haben. Alles beim Alten sozusagen, aber wenn wir mal ehrlich sind – das ist auch gut so. Der neue Comic Look von Team Fortess hingegen konnte mich persönlich eher weniger begeistern, wird aber sicherlich seine „Anhänger“ finden und besser als Roboter, wir erinnern uns an die deutsche Version von Team Fortress 1, ist er allemal. Der wirkliche Star ist jedoch „Portal“, ein (wer hätte es gedacht) Puzzle mit Portalen, dessen Funktionsweise zu erklären, würde jetzt den Rahmen sprengen. Guckt euch dazu einfach mal den E3 Trailer an. Der erklärt das alles sehr gut. Als Konsolero kann man wirklich nur hoffen, dass Valve für eine anständige Anpassung an den Controller sorgt. Falls JA, dann steht nämlich allen PS3 Spielern eine 1A Spielessammlung bevor, falls nein, dann wird halt die PC Version gekauft.

Wenigstens hatte ich noch ein wenig Glück im Unglück und konnte, als die beiden dann aus der Präsentation heraus kamen, noch ein Foto mit Valve Chef Gabe Newell machen. Aber das waren nicht die einzigen guten Nachrichten, Shagy hatte sogar noch eine exklusive Präsentation von Need for Speed. Carbon auf der PlayStation 3 (richtig gehört, P – S – 3) für Freitag fest gemacht. Juchu, also würden wir doch noch mit Sonys Next-Gen Konsole spielen können. Allzu lange hatten wir aber keine Zeit uns auszuruhen, da wir schleunigst zu Take2 zurück mussten, um an der The Darkness Präsentation teilnehmen zu können.
The Darkness
Von ein paar Starbreeze Entwicklern präsentiert, wurde uns sogar weltexklusiv der komplette Anfang bzw. die spielbare Einleitung des Titels gezeigt. Und ich muss echt zugeben, dass Spiel hat mich umgehauen. War ich vorher nicht so überzeugt, muss ich den Jungs mittlerweile attestieren, einen richtigen Hit in der Mache zu haben. Der Anfang bestand aus einer Autoverfolgungsjagd in einem Tunnel. Die Inszenierung dieser Szene war wirklich filmreif und das Ganze sah einfach nur bombastisch gut aus. Ich musste übrigens zweimal hinschauen, bevor ich mitbekam, dass das Intro vorüber war und ein Entwickler Jacky selber spielte – so nahtlos war der Übergang. Das Spiel selbst ist im Grunde ein Ego-Shooter, bei dem der Held mit der Zeit übersinnliche Kräfte (The Darkness) erlangt. Die Geschichte ist düster und wird brutal erzählt. Neben dem hervorragenden Sound, ist auch noch das grandiose Animationssystem zu erwähnen, dass automatisch reguliert, wie Jacky die Waffen hält. Steht er zum Beispiel an einer Wand, verändert sich auch die Haltung seiner Arme/Waffen. Ein nettes Feature wird übrigens sein, dass man im Spiel über die verteilten Fernsehgeräte sogar einen kompletten Film oder eine Serie schauen kann. Dank der nicht gerade zimperlichen Vorgehensweise dürfte der Titel für Deutschland wahrscheinlich ein paar Änderungen erfahren. Hinsichtlich der PS3 Version (gezeigt wurde die Xbox360 Variante) wollten die Entwickler aber keine größeren Informationen herausrücken.
Unser letzter Weg an diesem Tag führte uns schließlich zu unserem Termin bei Activision, wo wir vor Ort Tony Hawks Project 8 und Tony Hawks Downhill Jam antesten konnten. Da für solche Spiele unser Fachmann Shagy verantwortlich ist, überlasse ich ihm das Wort.
Tony Hawks Project 8
Shagy: Als wir bei Activision geladen waren, freute ich mich insgeheim darauf, die PS3 Fassung von Tony Hawks Project 8 anzocken zu dürfen, doch leider hatten sie nur die XBox360 Version dabei. Spielerisch geht man teils neue Wege, indem man im Focus Mode nun mit dem rechten und linken Stick den entsprechenden Fuß zusätzlich steuern kann. Diese Moves schauen besonders durch die sehr guten Bein- und Fußanimationen extrem cool aus. Leider lag der Focus Mode jedoch wieder ungünstig auf R3, was mich schon bei vorhergehenden Tony Hawk Spielen genervt hat. Ansonsten gab es beim kurzen Anspielen nur kleinere Detailverbesserungen zu bemerken, wie das nun schnellere Aufstehen nach einem Sturz. Alte Hasen werden sich allerdings sofort zu Recht finden, da man ganz klar der Linie der letzten Spiele treu geblieben ist, auch wenn man den Fokus mittlerweile wieder etwas in Richtung Simulation gedreht hat. Grafisch konnten die Animation und der Detailgrad (bis auf das Gesicht) der Skater überzeugen, wobei die Levelgrafik an sich aber noch zulegen könnte, denn bis auf ein paar hochaufgelöste Texturen, sah vieles noch recht „normal“ aus. Immerhin lief das Geschehen aber wenigstens flüssig. Mal sehen, was daraus wird...

Zu Schluss konnten wir dann auch noch einmal Nintendos Wii anzocken (Tony Hawks Downhill Jam). Mich persönlich hat das Gerät und das Spiel nicht umgehauen. Die Grafik war um einiges schlechter als die aktuellen PS2 Tony Hawk Spiele und die Steuerung ging mir trotz simpler Belegung nur sehr ungestüm von der Hand (Shagy hatte da ein wenig mehr Übung). Im Prinzip haltet ihr die Wii Fernbedienung waagerecht und drückt diese nach rechts oder links, um zu lenken. Ohne das nötige Feingefühl, schlingert die Spielfigur nur von einer Bande in die nächste. Außerdem hielt ich es für äußerst unangenehm, die ganze Zeit das extrem miese Steuerkreuz nach oben zu drücken, damit der Skater Gas gibt. Die einzelne Trick/Sprungtaste war dann auch nicht sonderlich erbauen. Ingesamt ein recht altbackenes Spiel, dass nicht mal mit EyeToy AntiGrav mithalten kann.

Damit endete auch unser zweiter Tag auf der Games Convention 2006. Morgen sollte es noch mal extrem stressig, aber dank zahlreicher präsentierter Next-Gen Titel auch extrem interessant werden. Wie unsere Eindrücke zu Need for Speed: Carbon, Brothers in Arms 3, Assassins Creed und Scarface sind, erfahrt ihr dann in unserem letzten Teil des Specials.
[ Special verfasst von .ram ]
[ Auf der Messe waren Flek, Shagy, Dimi und .ram ]
Games Convention Special – Tag 01
Games Convention Special – Tag 02
Games Convention Special – Tag 03