Start the Party: Save the World
Start the Party war eines der ersten Move-Spiele und konnte nicht gerade viele Spieler überzeugen. Trotzdem stellte Sony auf der Gamescom nun Start the Party: Save the World nun vor und ob das Spiel ein Fortschritt ist oder wir uns lieber vor dem Spiel retten sollten, verraten wir euch jetzt.
Ich muss nur noch kurz die Welt retten
In Start the Party: Save the World will ein unglaublicher fieser Bösewicht die Welt erobern und unsere Aufgabe ist es nun die Welt vor ihm zu retten. Und wie wir das anstellen sollen? Natürlich in 20 kleinen Minispielchen, die auch gerne mit bis zu vier Personen gespielt werden können. Denn bei jedem Spiel gilt es den Plan des Bösewichts zu vereiteln und als Dank erhält man kurze Sequenzen, die die „Story“ vorantreiben sollen. Auch wenn nicht alle Spiele bekannt sind, besinnen sich alle auf Augmented Reality(erweiterte Realität). Das heißt man sieht sich selbst in einer Spieleumgebung und der Move-Controller wird zu irgendeinem Utensil, was für das aktuelle Spiel von Vorteil ist. Bei den vier vorgestellten Spielen musste man daher mal eine Abart von Schlag den Lukas spielen, Piranhas angeln, Leuchtwürmer fangen oder Menschen mit einem Helikopter von Wolkenkratzern retten. Leider versprühte keines der Spiele wirklich Spielspaß und man fragt sich eher, wann denn die versprochene Party losgehen soll. Das liegt jedoch nicht an der Steuerung, sondern schlicht und einfach an den Spielen selbst, welche an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten sind. Denn Piranhas mit einem Greifarm zu fangen, ist weder besonders kreativ noch herausfordernd. Da hilft es auch nicht, dass man das Spiel mit bis zu vier Personen spielen kann, denn gleichzeitig können nur maximal zwei Personen spielen, wobei die zweite Person mit dem Dualshock-Controller spielt und dabei dem ersten Spieler helfen oder schaden kann, indem man zum Beispiel das Anglerboot immer vom Greifarm wegbewegt. Daher muss der Großteil der „Party“ gelangweilt dem einen Spieler zuschauen, wie er sich selbst langweilt, bis man selbst dran ist. Wenn man dann zu viert spielt und ein Spiel pro Spieler schon mal zwei bis drei Minuten dauern kann, kann sich so eine Partie etwas hinziehen. Das einzig wirklich positive an dem Spiel ist, dass man nur einen Move-Controller zum Spielen benötigt und die Steuerung wunderbar von der Hand geht.


FAZIT:
Start the Party: Save the World ist eine ziemlich einfallslose Minispielsammlung, die darauf hofft, dass mehr Spieler auch mehr Spielspaß bedeuten. Leider zündet diese Idee bei den vorgestellten Minispielen überhaupt nicht und der sogenannte Multiplayer ist für ein Partyspiel nicht der Rede wert. Selbst das allererste EyeToy-Spiel auf der PS2 machte mehr Spaß, da es noch halbwegs herausfordernd war. Bei Start the Party fehlt einfach alles, was ein Partyspiel ausmacht und so kann man das Spiel bereits jetzt getrost vergessen.
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Medieval Moves: Deadmund's Quest
Nachdem das vielversprechende Sorcery seit einem Jahr schon von der Bildfläche verschwunden ist, sieht‘s um die Zukunft der Move-Spiele etwas bescheiden aus. Nur wenige Titel sorgen für Langzeitspaß und viele sind nur lieblos zusammengewürfelte Minispiele und zumindest Sony sollte da mit gutem Beispiel vorangehen. Immerhin gibt es mit Medieval Moves: Deadmund’s Quest einen kleinen Lichtblick am Horizont und auf der Gamescom durften wir erstmals selber Hand anlegen und wie sich das Spiel anfühlt, erklären wir euch jetzt.
Habt keine Angst, oh holde Maid!
Medieval Moves spielt im Mittelalter und man selber schlüpft in die Rolle eines jungen Ritters, der das Land vor gefährlichen Zombies retten muss. Das war‘s fürs erste mit der Geschichte und man wird schnell ins Spielgeschehen geworfen. Dank der Move-Controller werden die eigenen Bewegungen 1:1 auf den Bildschirm übertragen und plötzlich hält man Schwert und Schild in der Hand. Leider kann man sich dafür nicht eigenhändig bewegen und so übernimmt das Spiel diese Aufgabe für einen. Recht schnell merkt man aber auch, woher das Spiel seine Wurzeln hat, nämlich bei Sports Champions. Denn Schwertkampf, sowie Pfeil und Bogen haben dort ihren Ursprung und steuern sich dementsprechend nahezu gleich. Mit dem Druck bestimmter Tasten oder einer Geste wechselt man die Waffen und wirft seinen Gegnern auch schon mal Ninjasterne um die Ohren, was auch wunderbar funktioniert. Wenn man denn auch zwei Move-Controller sein eigen nennt. Denn dann kann man wunderbar die beiden Hände voneinander getrennt nutzen. Bei nur einem Move-Controller geht dies natürlich auch, doch man merkt sofort, dass es ein anderes Spielgefühl ist und nicht mehr so geschmeidig von statten geht. Wer also kann, sollte definitiv zwei Move-Controller nutzen und das Spiel in vollen Zügen genießen. Erstmals wurde übrigens auch ein Outdoor-Level vorgestellt, der abseits eines Schlosses spielt und bei dem man zahlreichen Gegnern entgegenkommt. Die meisten Rennen zwar nur stumpf auf einen zu, doch manche Gegner suchen auch nach Deckung oder wollen einen mit riesigen Fässern an den Kragen, die einen gnadenlos überrollen. Hier heißt es dann geschickt zwischen Schwert und Pfeil zu wechseln und so den entfernten Gegnern den Hintern zu versohlen. Wer trotzdem ein wenig in die Bredouille gerät, kann sich mit einer Flasche Milch wieder heilen, indem man den Move-Controller einfach den Mund hält und eine Trinkbewegung nachahmt. Und glaubt mir, dass wird man öfter gebrauchen, als einem lieb ist. Denn Move-Heroes ist durchaus schwer, auch wenn der Grafikstil auf ein Spiel für Kinder schließen lässt. Selbst der Entwickler musste sich durchs Level cheaten, um nicht draufzugehen und so konnten wir einen ersten Blick auf einen Bosskampf werfen. In diesem musste man sich gegen einen Koch zur Wehr setzen, der auch von einer Art Krankheit befallen wurde und uns so nach dem Leben trachtet. Dabei wirft er uns beim Kochen allerhand Kochutensilien entgegen und man selbst man sich mit dem Schild schützen und im richtigen Moment Gashähne öffnen, damit er von einer offenen Flamme abgelenkt wird und wir so den Moment für einen Angriff erhalten. Dabei zieht sich der Kampf über mehrere Runden und folgt der goldenen Videospieleregel, dass Endgegner drei Mal getroffen werden müssen.


Grafik
Wie bereits erwähnt, wirkt der Grafikstil von Medieval Moves nicht unbedingt erwachsen. Alles ist recht bunt und Gegner sind kleine Skelette und Zombies. Aber gerade deswegen weiß das Spiel zu überzeugen, denn es erzeugt eine glaubhafte, mittelalterliche Welt mit allem Drum und Dran und kommt auch ohne bombastische Effekte aus. Dafür ist die Framerate dann aber auch bombenfest und man sich um Ruckler und Slowdowns keine Gedanken machen.
FAZIT:
Man merkt Medieval Moves seine Wurzeln deutlich an, was aber kein Problem ist. Denn bereits Sports Champions zeigte eindrucksvoll, wozu die Move-Controller in der Lage sind. Leider sollte man dafür dann auch zwei Controller haben, denn ansonsten geht viel vom Spielgefühl verloren und alles fühlt sich etwas hakeliger an, was das Spiel nicht unbedingt leichter macht. Trotzdem macht es Spaß, die Gegner mit allerlei Waffen zu erledigen und irgendwie erinnert der Grafikstil uns an die eigene Kindheit und ganz ehrlich. Wer wollte früher nicht Ritter werden? Mit Medieval Moves gelingt es wunderbar und wenn die Kampagne nicht zu kurz wird, könnte dies ein vielversprechender Movetitel werden.
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