Gamescom 2011 - Impressionen zu Sound Shapes & Escape Plan

10. September 2011

Gamescom 2011 - Impressionen zu Sound Shapes & Escape Plan

Sound Shapes


Etwas Untergangen in den ganzen angekündigten Vita-Spielen ist Sound Shapes. Trotzdem haben wir die Möglichkeit genutzt und das Spiel mit einem Entwickler angespielt und wie cool das Spiel wirklich klingt, erfahrt ihr hier.

Kling Glöckchen klingelingeling

Bei Sound Shapes handelt es sich um einen reinen Plattformer, indem man die Kontrolle über eine Art Kugel übernimmt, die sich an zahlreichen Oberflächen festkrallen kann. Das Ziel ist es nun kleine Steine einzusammeln und dabei von Level zu Level voranzuschreiten und dabei den fiesen Gefahren auszuweichen. Denn mal befindet sich Lavaboden unter einem oder mal muss aufpassen, da Gegner mit Raketen einen zur Strecke bringen wollen. Das ganze klingt jedoch interessanter als es ist, denn das wahrlich besondere an Sound Shapes ist, wie zu erwarten, der Sound. Dieser wird nämlich von eurem Spielstil beeinflusst. Denn nahezu jedes Objekt in der Welt ist einem bestimmten Sound zugeordnet und sobald man dieses Objekt berührt, schaltet man den Sound frei und er wird in einem gewissen Rhythmus immer wieder wiederholt. Im Laufe des Levels sammeln sich so einige Sounds an, die die Hintergrundmusik zu einem wahren Schauspiel werden lassen. Alles beginnt mit einem kleinem Ton und irgendwann kommt ein Streichinstrument hinzu, dann eine Trommel oder auch ein synthetischer Sound und man versinkt in der Klangwelt. Man muss es wirklich selbst gesehen haben, um es zu verstehen, denn den Sound kann man gar nicht in Worte fassen. Es ist aber wirklich toll mitanzusehen, wie sich die Hintergrundmusik mit dem Level mitentwickelt. Interessant ist auch der Creation Mode mit dem man eigene Levels erstellen kann und dabei seiner Fantasie freien Lauf lassen kann, denn in Sachen Tönen sind einem keine Grenzen gesetzt. Und ich wette mit euch, dass musikalisch begabte User dieses Modus für das nachspielen von Liedern oder die Komposition von neuen nutzen werden, so ähnlich wie damals in Mario Paint. Zum Glück können diese Kompositionen auch hochgeladen werden und demnach dürfte das Spiel immer etwas neues zu bieten haben. Denn leider fehlt eine Geschichte. Der Sound entschädigt dafür aber hinreichend.

Minimalismus pur

Grafisch orientiert sich das Spiel an den Pixeljunk Spielen und bietet wahrlich minimalistische Grafiken. Blöcke, Kreise usw. sind die Grundlage eines jeden Levels, aber in den Händen eines richtigen Erfinders können sie zu mächtigen Instrumenten werden. Denn das E3-Level bestand im Grunde nur aus einer schwarzen Umgebung und nur ein paar wenigen Farbtönen, um bestimmte Gegenstände hervorzuheben. Das neue Gamescom-Level jedoch zeigte schon viel mehr und erinnerte vom Leveldesign her ein wenig an Loco Roco und hatte viel Farbe für den Spieler bereitgestellt.

FAZIT:

Sound Shapes ist in Sachen Grafik und Gameplay vielleicht etwas minimalistisch, jedoch macht die einzigartige Soundkulisse das Spiel zu etwas ganz besonderem. Denn kein Leveldurchlauf gleicht einem anderen und dank des Creation Modes sind kreativen Köpfen keine Grenzen gesetzt und ich freue mich jetzt schon darauf möglichst interessante Sounds zusammenzustellen. Zum Glück soll das Spiel auch im Launchzeitraum der Vita erscheinen, sodass man gleich einsteigen kann.

[ Special verfasst von crack-king ] [(c) 2011 www.onpsx.net ]



Escape Plan


Kaum ein anderer Konsolenhersteller hat so viele hochkarätige, exklusive IPs im Programm, wie Sony. Man erinnere sich nur an Uncharted, Gran Turismo oder inFAMOUS. Auf der PSP konnte man dieses Niveau aber nie erreichen und so gelobte man nun Besserung und daher wurde für den neuesten Handheld, die PlayStation Vita, Escape Plan auf der Gamescom angekündigt. Was wir in einer kurzen Präsentation von dem Spiel zu sehen bekommen haben, erfahrt ihr jetzt.

Lil & Laaarg

Die beiden Hauptcharaktere aus Escape Plan sind Lil & Laaarge und beide finden sich in einer Art Gefängnis wieder und eure Aufgabe ist es nun zu fliehen und dabei herauszufinden, warum man eigentlich eingesperrt wurde. Dies ist schon alles Wichtige zur Geschichte, denn bei Escape Plan handelt es sich im Grunde, um ein Puzzle-/Rätselspiel, indem man von Raum zu Raum geht und dabei immer ein paar Rätsel lösen oder einfach heil durch den Raum kommen muss. Denn zahlreiche Apparaturen trachten einem nach dem Leben und oft ist Trial & Error angesagt, denn die Lösung ist oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Gesteuert werden die beiden Charaktere per Touchbefehl und man kann mit ihnen und der Umwelt interagieren, wie man möchte. Wer will kann seine Freunde schlagen, bis sie ganz demütig auf den Boden schauen oder Laaargs großen Bauch streicheln. Aber auch die Welt reagiert auf Berührungen und oft muss man die Umwelt in den Lösungsweg einbeziehen. Mal muss ein Bett aus dem Weg geschubst werden oder eine Klappe im richtigen Moment geschlossen werden. Während der Präsentation wirkte die Steuerung zum Glück aber recht intuitiv und für das frühe Entwicklungsstadium auch recht genau, wobei es immer mal wieder zu Aussetzern kommen konnte, die aber nicht sehr gravierend waren. Übrigens haben die beiden Hauptcharaktere große Zahlen auf ihre Bäuche gemalt, die die Anzahl der Tode im Spiel angeben und wahrscheinlich dürfte dies für die eine oder andere Trophäe nicht ganz unwichtig werden.

Schwarz und Weiß

Grafisch präsentiert sich das Spiel sehr minimalistisch und kommt in einem schwarz/weiß Stil daher, der durchaus nett anzusehen ist und irgendwie auch bedrückend wirkt, was aber keinesfalls unpassend ist, denn immerhin ist man Gefangen. Doch durch die lebendige Welt wird dieser Stil aber nicht langweilig und die zahlreichen Animationen der beiden Hauptcharaktere tun ihr übriges. Unterstrichen wird dieses erdrückende Gefühl durch die die tolle klassische, melancholische Musik, die einen in der Spielwelt versinken lässt.

FAZIT:

Auch wenn man noch nicht allzu viel vom Spiel gesehen hat, scheint Sony damit echt ein tolles Rätselspiel parat zu haben, was durch seinen eigenartigen Stil aus der Allgemeinheit heraussticht. Zudem scheint es im weiteren Spielverlauf wirklich knackig schwer zu werden und somit lange Zeit unterhalten. Wenn man jetzt noch die letzten Aussetzer in der Touchsteuerung beseitigen kann, könnte Escape Plan ein echter Tipp für Rätselfans werden. Bis zum Release ist es aber wohl noch etwas hin und so gibt es genug Zeit, um weitere schwere Rätsel einzubauen. Aber die bislang gezeigten Rätsel konnten trotzdem überzeugen und einen guten ersten Eindruck vermitteln.

[ Special verfasst von crack-king ] [© 2011 www.onpsx.net ]