Gamescom 2010 - Impressionen zu Rage

21. August 2010

Gamescom 2010 - Impressionen zu Rage

Es wird dunkel im Kino des Bethesda-Stands und die Präsentation zu Rage beginnt. Gezeigt wird die Version von der jüngst zu ende gegangenen Quakecon auf einer Xbox360.

Zuerst gibt es eine Menge technischer Details. Rage wird von der neuen id Tech 5 Engine angetrieben und soll auf allen Plattformen zu jeder Zeit mit 60fps laufen, da die Engine von Beginn an auf Multiplattform getrimmt wurde. Die neuen Megatexturen sollen dabei ungeahnte optische Qualitäten ermöglichen. Ob das zutrifft, können wir gleich selbst sehen.

Die Story ist dabei schnell erzählt: Ein Asteroid kracht auf die Erde und hinterlässt ein recht totes Ödland. Vorher haben die Regierungen der Erde allerdings so genannte Eden Pods ausgesandt, deren Bewohner die Erde wieder aufbauen sollen. Der Spieler ist einer dieser Bewohner, doch wie immer läuft etwas furchtbar schief und alles kommt ganz anders. Das soll allerdings nur an der Oberfläche kratzen, denn Rage soll eine tiefe und vielschichtige Story bieten.

Auf den ersten Blick fühlt man sich unweigerlich an Borderlands erinnert, nur in viel schöner. Keine Matschtexturen, keine Pop Ups, gute Weitsicht, scharfe Texturen, sehr detaillierte Umgebungen und ein schlankes HUD. Lediglich einige wenige Texturen sind zu niedrig aufgelöst, aber das ist die Ausnahme, und Aliasing gibt es auch, welches sich jedoch in Grenzen hält.

Das Gameplay kommt selbstbewusst daher. Wir nehmen eine Mission an und töten ein paar Banditen mit einer Pistole oder einem rostigen Sturmgewehr, zufallsgenerierte Waffen wie bei Borderlands gibt es nicht. Dem letzten Banditen klauen wir sein Quad Bike und brettern ins nächste Dorf namens Wellspring. Dort sind wir ein Fremder und werden auch dementsprechend begrüßt und behandelt. Nach ein paar Missionen für die Bewohner soll sich das allerdings ändern und neue Möglichkeiten sollen sich auftun. Im Dorf selbst gibt es auch eine Menge zu tun. Neben Minigames wie einem Würfelspiel mit holografischen Figuren, auf die man Geld wetten kann, gibt es klassische Missionen zu Fuß, aber auch welche speziell für Fahrzeuge und Rennen. Verkäufer verkaufen Waffen, Tuningteile und Rüstungen – sowohl für den Spieler als auch für seinen fahrbaren Untersatz. Und davon gibt es mehrere Stufen. Von einer klapprigen Kiste bis zum bis an die Zähne bewaffneten Monster. Kämpfe in Fahrzeugen sind sehr schnell, erfordern trotz der automatischen Zielmarkierung gute Reflexe und Schäden werden an den Fahrzeugen sichtbar.

\"\"\"\"

Doch zuerst entscheiden wir uns für eine klassische Mission in der Kanalisation der Stadt. Hier kommen weitere Elemente ins Spiel. Zum einen wird in der Mission eine neue Munitionsart vorgestellt, der Elektrobolzen für unsere Armbrust, mit dem man wie in Bioshock Wasser unter Strom setzen kann, um so effektiv mehrere Gegner auszuschalten. Zum anderen lernen wir, verschiedene Dinge zu bauen, sofern wir die entsprechenden Teile und Pläne dazu haben. In unserem Fall handelt es sich um einen ferngesteuerten Buggy mit Sprengstoff (Black Ops läßt grüßen). Bemerkenswert ist auch, wie die KI auf Beschuss und Treffer reagiert. Jeder Gegner und seine KI ist an die jeweilige Umwelt angepasst, in der er sich bewegt. So schwingen sich die Banditen in der Kanalisation mit Metallhaken sehr flink an den Rohren an der Decke entlang, um so schnell in Nahkampfreichweite zu gelangen, während ein Gegner in der Außenwelt eher von Deckung zu Deckung huscht.

Sofern id Software die technische Qualität auch auf die PS3 retten kann, steht uns ein ausgewachsener Hit ins Haus. Wer Borderlands mochte und auf zufallsgenerierte Waffen verzichten kann, sollte Rage im Auge behalten.

[ Special verfasst von Sanguinis ] [ (c) 2010 www.onpsx.net ]