Final Fantasy VII Advent Children Complete + Final Fantasy XIII Demo

13. September 2009

Final Fantasy VII Advent Children Complete + Final Fantasy XIII Demo

Nach anderthalb Wochen Wartezeit und einer zusätzlichen Zollgebühr von 10,26 € halte ich nun endlich die Blu Ray-Version von „Final Fantasy VII: Advent Children Complete“ in den Händen. Und als ob das nicht schon toll genug wäre, liegt der edlen Verpackung auch noch eine exklusive Demo zur großen RPG-Hoffnung „Final Fantasy XIII“ bei. Ob der Inhalt dem hohen Preis jedoch wirklich gerecht werden kann, erfahrt ihr in unserem neuesten Review-Special.

Final Fantasy XIII

Es ist fast schon unglaublich: Obwohl „Final Fantasy XIII“ bereits zur E3 2006 angekündigt wurde, scheint ein Release der Vollversion noch immer in weiter Ferne zu liegen. Während die Japan-Fassung wahrscheinlich erst Ende des Jahres veröffentlicht wird, müssen sich Europäer noch bis Mitte/Ende 2010 gedulden. Auch Square Enix wird sich in Anbetracht dieser langen Wartezeit wahrscheinlich Gedanken gemacht haben, wie man den Hype um das Spiel am besten am Leben erhalten kann. Was könnte es da geschickteres geben als eine Demo! Da die Testversion auch noch mit dem Blu Ray-Release von „Advent Children Complete“ verknüpft ist, springt sogar noch ein wenig Geld heraus, was der Entwicklung der Vollversion mit Sicherheit recht gut tut.

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Sobald die Blu Ray ins Laufwerk geschoben ist, wird der Spieler erstmal mit einem neuen Trailer zu „Final Fantasy XIII“ begrüßt. Ich muss zugeben, dass die beeindruckenden CGI-Videos auf einem HDTV nochmal eine ganze Ecke beeindruckender rüber kommen, als auf meinem mickrigen Laptop, der den Wechsel ins HD-Zeitalter wohl nicht mehr überstehen wird. Doch weiter im Text! Nachdem das Video mit Pauken und Trompeten endet, hat man im schlichten Hauptmenü die Wahl zwischen dem direkten Einstieg ins Spiel oder zwei weiteren Trailern zu „Final Fantasy Versus XIII“ und „Final Fantasy Agito XIII“. Da die Trailer bereits aus dem im Internet bekannt sind, klicke ich lieber auf Spielstart.

Square Enix-typisch wird zu Beginn erstmal ein beeindruckendes CGI-Video gezeigt, das die bereits aus alten Trailern, bekannte Zugfahrt Richtung Cocoon zeigt. Gleichzeitig lernt der Spieler die beiden Hauptdarsteller Lightning und Sahz Kalzroy kennen. Kurz danach geht das Spiel auch schon los. Erstmalig kann der Spieler nun an das neue Kampfsystem Hand anlegen. Das Prinzip ähnelt dem der alten Teile. Statt sich, wie in FFXII mit den Gegnern in Echtzeit zu messen, wechselt das Spiel in den zügig geladenen Kampfbildschirm. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die AP-Leiste, die wiederum in drei Bereiche unterteilt ist. Das Prinzip ist an sich glücklicherweise recht simpel geraten, wodurch man auch ohne große japanisch-Kenntnisse locker durch die Demo kommt. Ist ein AP Bereich aufgeladen, lässt sich eine Attacke mit einem AP-Punkt ausführen. Da die Leiste aber in drei Bereiche unterteilt ist, kann man zum Beispiel drei Einser-AP Angriffe hintereinander ausführen. Eisga- und Feuga-Zauber benötigen jedoch ganze drei AP-Punkte. Der Spieler ist also gezwungen etwas zu warten, bis der Balken vollständig aufgeladen ist, um den Angriff zu auszuführen. Trotzdem ist es besonders Sinnvoll einzelne Attacken auszuführen, da vor allem größere Gegner jederzeit in der Lage sind die Combos des Spielers zu unterbrechen. Ein gelungener Combo wird wiederum mit einem Angriffsbonus von bis zu 300 Prozent belohnt. Dementsprechend hoch fällt auch der Schaden der Attacke aus. Leider ist es schade, dass das Angriffsrepertoire der Demo ein wenig eingeschränkt ist. Neben zwei physischen Attacken, gibt nur noch die Möglichkeit drei Zauber anzuwenden. Am Ende eines Kampfes erscheint neuerdings ein neues Benotungsfenster, welches das vorhergegangene Duell bewertet. Je nach Qualität und Anzahl der Combos kann der Spieler bis zu fünf Punkte erhalten. Welche Auswirkungen das in der Vollversion haben wird, ist leider noch nicht bekannt. Alles in allem ist das neue Kampfsystem jedoch eine gelungene Mischung aus alten Tugenden und neuen Techniken. Die Demo an sich ist in zwei Teile unterteilt. Während zu Beginn erstmal mit Lightning und ihrer Gunblade gespielt werden darf, wechselt das Spielgeschehen gegen Mitte der Demo zu Snow Villiers und setzt vermehrt auf knallharte Faustaction àla Xell aus „Final Fantasy VIII“. Obwohl der Spieler jederzeit von mindestens einem Partner unterstützt wird, darf er selber nur jeweils Lightning oder Snow steuern. Wie Chef-Produzent Yoshinori Kitase jedoch bekannt gab, gilt dies nur für die Demo. In der Vollversion wird man also auch den Rest steuern können.

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In Sachen Grafik und Sound muss man vor Square Enix mal wieder den Hut ziehen. Obwohl sich das Spiel noch mitten in der Produktion befindet, kann die Optik bereits jetzt schon mit Titeln, wie „Metal Gear Solid 4“ und „Killzone 2“ mithalten. Vor allem im Kampfbildschirm lässt die Trial Demo ihre Muskeln spielen. Tolle Animationen und beeindruckende Effekte sorgen dafür, dass selbst Standardkämpfe zu einem einmaligen Erlebnis werden. Lediglich die Bewegungen außerhalb eines Kampfes wirken noch relativ klotzig und ausbaufähig. Ein weiteres Lob verdient die CGI-Abteilung, die mal wieder ganze Arbeit geleistet hat. Die FMV\'s sahen nie besser aus! Ebenso gelungen sind die wenigen Musiktracks, die es auf die Disc geschaffen haben. Allen voran der geniale Battle-Theme, der bereits jetzt schon zu meinen All-Time Favourites gehört. Ich kann jedenfalls kaum noch auf das fertige Resultat der beiden japanischen Musik-Giganten Masashi Hamauzu und Nobuo Uematsu warten.

Square Enix scheint es nach all den Jahren anscheinend doch noch drauf zu haben. Das Spiel macht einen hervorragenden Eindruck und könnte tatsächlich das erste J-RPG\'s dieser Generation werden, welches wirklich jeden überzeugen könnte. Blöd nur, dass wir bis zum Europa-Release wohl noch einige Zeit warten dürfen.

Final Fantasy VII: Advent Children Complete

Der zweite Teil des Specials beschäftigt sich mit dem Blu Ray-Release von „Final Fantasy VII: Advent Children Complete“. Der Film erschien bereits vor einigen Jahren im Rahmen der „Compilation of Final Fantasy VII Serie“ auf DVD und UMD. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie groß der Aufschrei war, als Square Enix die ersten Infos zu dem Streifen mitteilte. Schließlich galt das Original als zeitloser Klassiker, welches eigentlich keine Fortsetzung notwendig hatte. Dementsprechend war es auch nicht verwunderlich, dass der Film die Lager in zwei Teile spaltete. Zum Einem gab es da die Leute, die die Fortsetzung als gelungenen Fan-Service betrachteten und zum Anderen gab es noch die Anhänger, die Advent Children als reine Geldmacherei ohne Seele ansahen. Trotz allem entpuppte sich der Film jedoch als großer Erfolg. Und das nicht nur in Japan, sondern auf der ganzen Welt.

Die Handlung von Advent Children spielt zwei Jahre nach dem Ende des PS1-Klassikers. Vieles hat sich seitdem verändert. Midgar befindet sich wieder im Aufbau, der ehemalige Weltkonzern Shin-Ra ist in der Versenkung verschwunden und eine rätselhafte Krankheit namens Geostigma ist dabei immer mehr Kinder und Erwachsene in den Tod zu ziehen. Unglücklicherweise leidet auch Cloud Strife, der Held des PlayStation-Originals, an den Folgen dieser Pandemie. Als ob das nicht schon reichen würde, trifft er auch noch auf die drei Jugendlichen Loz, Yazoo und Kadaj, welche allesamt auf der Suche nach dem Kopf ihrer Mutter sind. Dabei handelt es sich um keine geringere als Jenova, welche unter anderem auch schon den legendären Bösewichten Sephiroth zur Welt brachte.

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Während Kenner der Serie natürlich sofort wissen, von wem und was die Rede ist, empfehle ich allen Neueinsteigern erstmal eine kleine Nachhol-Lektion in Sachen FFVII. Glücklicherweise beinhaltet auch die Blu Ray-Version von Advent Children den gelungenen Bonus-Film „Reminiscence of Final Fantasy VII“, welcher nochmal die komplette Geschichte des Videospiel-Originals nacherzählt. Im Gegensatz zur bereits veröffentlichten PAL-Fassung beinhaltet die Japan-Fassung jedoch nur die japanische Sprachausgabe. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Bonusfilme „Turbulente of Final Fantasy VII“ und „On the way to a smile ~ Episode Denzel“. Glücklicherweise besitzt wenigstens der Hauptfilm die englische Sprachausgabe, wodurch auch PAL-Käufer in den Genuss des Streifens kommen können. Außerdem möchte in an dieser Stelle noch hinzufügen, dass der Film trotz japanischen Regionalcodes einwandfrei auf einer europäischen PS3 läuft.

Das Besondere an „Advent Children Complete“ ist die Tatsache, dass der Film knapp 25 Minuten länger als die Originalversion ist. Anscheinend haben auch die Jungs von Square Enix festgestellt, dass die erste Fassung des Films einige haarsträubende Storylöcher besaß, die zum Glück nun größtenteils gestopft wurden. Hinzu kommen einige neue Kampfszenen, die der Action das letzte i-Tüpfelchen aufsetzen. Mich persönlich hat der Film absolut zufrieden gestellt. Vor allem mit den vielen neuen Szenen, die die Handlung im Großen und Ganzen ein wenig nachvollziehbarer gemacht haben.

Zuletzt möchte ich nochmal auf die Optik eingehen, welche Dank feinster HD-Technologie so gut aussieht, wie noch nie zuvor. Wer auf Eye-Candy\'s steht und seinen Freunden unbedingt zeigen möchte, warum das Blu Ray-Format die Zukunft ist, sollte unbedingt „Advent Children“ in der Sammlung haben.

FAZIT:

Obwohl der Kauf des Bundles keineswegs günstig war, hat mich das Paket als Fan der Serie absolut überzeugt. Angefangen mit der gelungenen Überarbeitung des Films bis hin zur Demo, die meines Erachtens noch etwas größer sein könnte. Nichtsdestotrotz: Eingefleischte Square Enix Fans und Kenner der Videospiele können blind zuschlagen.

[ Special verfasst von Dimi ]

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