OnPSX.net on Tour - CeBit 2009

22. March 2009

OnPSX.net on Tour - CeBit 2009

Zum 24. Mal trafen sich die größten und bekanntesten Hersteller aus den Bereichen Informations-, Kommunikations- und Medientechnik auf der CeBit 2009, der weltweit größten Messe für Informationstechnik. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Messe auf den Themen „Webciety\" (wird tatsächlich so geschrieben) und „Green IT\". Da der US-Bundestaat Kalifornien Partner der CeBit 2009 war, stattete der Governator Arnold Schwarzenegger der Messe einen Besuch ab. Wie auch schon in den Jahren zuvor war der Andrang wieder immens, obwohl die Besucherzahlen hinter den letzt jährigen lagen und einige der großen Hersteller auf einen Stand auf der CeBit verzichteten. Ich persönlich war einen Tag lang auf der Cebit und möchte euch nun einen kleinen Ausblick auf die Sehenswürdigkeiten und Trends der Messe bieten. Viel Spaß beim Lesen!

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Für jeden etwas dabei

Obwohl in diesem Jahr rund 1500 Aussteller weniger auf der CeBit vertreten waren, war für jeden Besucher wieder etwas dabei. Die insgesamt 21 Hallen wurden allesamt in verschiedene Themenbereiche unterteilt, sodass sich jeder über sein favorisiertes Thema informieren konnte. Der Netzwerkadministrator suchte in Halle 2 nach den neuesten Technologien und Trends im Netzwerkbereich, der Finanzmanager schaute sich in Halle 4 neue kaufmännische Software an und die Spieler konnten in Halle 22 ein ESL Turnier live mitverfolgen. Des Weiteren wurden in allen Ecken und Enden der Hallen verschiedene Vorstellungen oder Konferenzen verschiedener Aussteller abgehalten, um ihre neuesten Produkte zu bewerben. An Give-Aways mangelte es auch nicht. An jedem Stand wurden dem Messebesucher haufenweise Prospekte, Kugelschreiber und ähnliches in die Hand gedrückt.

Sehenswürdigkeiten

Das der normale PC-User sich nicht unbedingt für neue Überwachungssoftware oder Online-Marketing interessiert, ist natürlich klar. Trotzdem gab es allerhand interessante Dinge zu sehen. So gab es im Future Parc einen kleinen Ausblick auf die nahe Zukunkt. Neue Technologien, wie die totale Vernetzung des Haushaltes oder neuartige Bedienkonzepte, wurden dort ausgestellt und standen auch zum Test bereit. Besonders interessant war der „Eye Tracker\" der Firma Tobii. Dieser Monitor mit integrierten Kameras könnte bald zur Steuerung von Computern oder zu Marketingzwecken benutzt werden. Zum Test waren mehrere Monitore aufgestellt, auf denen leicht bekleidete Damen abgebildet waren. Der „Eye Tracker\" registriert worauf die Augen gerichtet sind und stellt dies nochmals sichtbar dar. Obwohl diese Technologie laut Hersteller noch nicht absolut ausgereift ist, funktionierte sie außerordentlich gut und wäre besonders für körperlich behinderte Menschen eine lohnenswerte Alternative zur Steuerung ihres Computers. Ebenfalls sehenswert waren die Intel Extrem Masters, in der Halle für die Spielergemeinde. Neben der öffentlichen Austragung der ESL Turniere, verloste ASUS auf dem „PC Games Hardware\"-Stand allerhand Computerhardware. Wer wollte, konnte auch eine Runde in einem Rennsimulator drehen oder ein wenig „Guitar Hero: World Tour\" mit Freunden spielen. Für genügend Unterhaltung war also definitiv gesorgt.

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Trends

Wie auch andere Messen auch gibt die CeBit ebenfalls einen gewissen Ausblick in die Zukunft. Neben „Green IT\" lag der Schwerpunkt dieses Jahr ganz klar im Bereich Touchscreen- und 3D-Darstellungs- und Bedienungstechnologie. Jeder große Aussteller wartete mit mindestens einem dieser neuen Bedienkonzepte auf. Das Fraunhofer Institut stellte beispielsweise eine 3D-Variante des Spieleklassikers „Pong\" vor, welches mit der Hand gesteuert werden musste. Registriert wurden die Handbewegungen von einem Laser, wodurch ein räumlicher Effekt erzeugt wurde. Das System lief leider noch nicht ganz reibungslos, was sich unter anderem auch auf die ungewöhnliche Art der Steuerung zurückführen lässt.

Microsoft

Neben Intel besaß Microsoft einen der größten Stände auf der CeBit und bot dem Besucher eine „Führung\" an. Führung in Anführungsstrichen, da das ganze den Namen eigentlich gar nicht verdient hat. Wenigstens ließ sich durch die Führung erfahren, wie die Microsoft in Zukunft seine Schwerpunkte setzt. Hier konzentriert man sich momentan auf „Windows 7\". Ersten Blicken nach zu urteilen, ist „Windows 7\" nur ein Vista 1.5. Die Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen. Die einzigen nennenswerten Änderungen liegen, in der Verbesserung der Effizienz, dem Verschwinden der nutzlosen „Sidebar\" und dem umfassenden Support der Touchscreentechnologie. Microsoft zeigte auf seinem Stand, wie einfach die Bedienung von „Windows 7\" mit einem Touchscreen sein kann. Erschwinglich sind solche Touchscreens aber bisher noch nicht. Wie der nette Führer uns nämlich sagte, kostet ein 22\" Touchscreen heute zwischen 2000-3000 Euro. Interessant war ebenfalls eine Leinwand auf der eine Weltkarte zu sehen war, die man durch Handgesten zu steuern war. Durch einfaches Zeigen auf einen Punkt wurde die Karte dort zentriert und durch Ballen der Faust wurde auf diesen Punkt gezoomt. Andernorts wurden Lego-Packungen in eine Kamera gehalten und auf einem Bildschirm das entsprechende 3D-Modell des fertigen Lego-Spielzeugs angezeigt. Durch Drehen und Neigen der Verpackung wurde das Modell entsprechend auf dem Bildschirm bewegt. Eine ähnliche Technik benutzt zum Beispiel auch das PS3-Spiel „The Eye of Judgment\" (OnPSX Review). Zum Abschluss der Tour gab Microsoft noch einen kurzen Einblick in das Projekt „AntMe!\", welches Jugendlichen den Einstieg ins Programmieren erleichtern soll. Basierend auf C++ muss der Anwender damit eine Künstliche Intelligenz für Ameisen programmieren, damit diese nach Futter suchen und sich vor Feinden schützen. Das Projekt besteht nun schon länger und unter http://antme.net gibt es weitere Infos für interessierte und eine Bestenliste der bisher erstellten KIs.

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FAZIT:

2009 war meine erster CeBit-Besuch und die ersten Eindrücke waren natürlich überwältigend. Besonders der Future Parc und die Intel Masters waren eine wunderbare Abwechslung zu den trockenen Präsentationen der restlichen Aussteller. Den einen oder anderen „Prominenten\" gab es auch zu sehen und zu fotografieren. Trotzdem ist eindeutig erkennbar, dass sich die Messe eher an den Fachbesucher richtet. Wer die Möglichkeit hat, sollte der CeBit im nächsten Jahr trotzdem einen Besuch abstatten. Sei es nur der vielen Goodies wegen!

[ Special verfasst von crack-king ]

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